Von Feistritz über den Glanz zum Millstättersee

Schon seit Jahren wollte ich mit dem Rad von mir daheim zum Millstättersee fahren. Dazwischen stand immer der Glanz! Bis gestern.
Bereits vor drei Wochen habe ich gemeinsam mit Bernd die Tour angetestet und mit einer wilden Fahrt von Fresach Richtung Feistritz inkl. Sturz und schließlich doch der Straße beendet. Gestern bin ich alleine los um die Biker aus Salzburg nach vier Tagen Fahrt über alle Berge in Seeboden in Empfang zu nehmen. (Bernd wird noch über die Tour berichten!) Kurz vor Ferndorf führt eine steile Straße Richtung Sonnwiesen – diese Zufahrt zum Glanz nützte ich auch gestern. Über St.Jakob (wo mich gemütlich Frühschoppen-Musik begrüßte) gelangt man zur Kreuzung wo es Richtung Gschriet (Gasthof Possegger – mein persönliches Highlight!), Fresach und Döbriach geht. Froh über mein Fully bin ich über die holprige Baustelle gegurkt und kurz darauf eröffnete sich der erste Blick auf den See. Mit einem breiten Grinser im Gesicht düste ich nach knapp 400 Hm schon wieder talwärts, durch Döbriach durch und den perfekt ausgebauten Radweg Richtung Millstatt. Zwar geht es ständig neben der stark befahrenen Bundesstraße dahin, dennoch zahlt es sich aus, denn es eröffnen sich herrliche Ausblicke über den See und Richtung Reisseck-Gruppe. In Millstatt legte ich noch eine kurze Bootstour mit einem alten Freund ein, bevor es ins Finale Richtung Seeboden ging. Ein erfrischender und glasklarer See ist nach so einem Tag eine echte Wohltat! Über Spittal geht es entlang der Drau zurück Richtung Feistritz. Ach ja, die vier Kämpfer sind mehr oder weniger wohlbehalten mit schweren Haxen in Seeboden angekommen!


Zurück zum schwierigen Schuhkauf: Den Scott-Schuh habe ich schon länger ins Auge gefasst. Nachdem ich beinahe den Shimano (in erdigem braun) gekauft hätte, überzeugte dann doch das Design von Scott (80ger Jahre silber). Übrigens war das nicht nur mein Argument bei der Kaufentscheidung! Der optisch luftiger Scott Sport Lady (was für ein bezeichnender Produktname!) wirkende Schuh ist im direkten Vergleich auch leichter als der Bergschuh ähnliche Shimano MTB Radschuh SH WM40 – Women. Die Passform ist bei beiden Schuhen gleich gut, wobei auch hier der luftigere Scott sich für mich angenehmer anfühlt. Das Paket mit den Pedalen kommt mir entgegen. Einzeln hätte ich wohl darauf verzichtet, die durchschnittlichen Klickpedale anzuschaffen, allerdings kann ich so nun ein Gefühl für das System bekommen und mich langsam heran tasten. Aussteigen jederzeit möglich!
