“Big Day Out” am Mölltaler Gletscher

08:15 Uhr, Talstation Mölltaler Gletscher – eine kleine aber feine Horde an Skifahreren, Sonnenfetischisten, Freeridern (die via Taxi aus dem Gasteinertal anreisen), sowie Papa und ich warten geduldig auf den ersten Gletscher Express. Kurz nach halb neun stehen wir mit den wenigen anderen dann am Gletscher und sind von der Wahnsinnskulisse schlicht weg überwältigt. Der Schneelage zu dank ist man ja zur Zeit schon mit Traumwetter, perfekt präparierte Pisten, und der Aussicht auf lässige Firnhänge ab dem späten Vormittag, voll und ganz zufrieden.

Dem angepasst prüfen wir gleich die Pistenverhältnisse und dürfen ganze Pisten nur für uns verbuchen – Jawoi, Speed Is Your Friend! Danach folgt ein erster Check der Powderhänge, die jedoch an den Vortagen bereits stark verspurt wurden und noch dazu eine leichte, aber hartnäckige Oberflächenschicht aufweisen. Nicht’s für den Fischer RC4 von Papa, also wenden wir uns den etwas tieferliegenden Firnhängen zu.

Zeitlich perfekt getroffen, ziehen wir ab 10:45 frische Spuren in gut 40 Grad steile, unverspurte Firnhänge und grinsen um die Wette. Jetzt Essen??? – nein besser gleich noch mal hoch, bevor noch einer unseren Einstieg entdeckt und unseren(!) Firn Hang weiter verspurt. Nach getaner Arbeit gibt’s kurz nach 13:00 Uhr wohlverdientes Futter und weiterhin viel, viel Sonne! Ob diese die lästige Oberflächenschicht für uns weggezaubert hat?

Also wieder hoch auf gut 3100m und rein in die verspurten Powderhänge! WOW – Souverän lässt sich mein Kästle MX88 (der Boomerang wär zwar noch besser, aber was solls) über den steilen, verspurten, aber jetzt fahrbaren Gletscher steuern, und wir duellieren uns mit Italienern bzgl. Speed ( naja sie hätten sich gerne duelliert ;)

16:15 Uhr, wieder im Tal blicken wir auf einen wirklich lässigen Tag zurück und auf Grund unseres tollen Programmes, kann ich die Gasteiner Freerider locker wegstecken, die vor unserer Nase in Richtung Schareckrinnen aufgebrochen sind.


PS: Dieser Freerider hat sich, nachdem er ein kleineres Schneebrett über die Felsen geschickt und gut 15 Minuten keinen Schritt mehr getan hat, sein Herz in die Hand genommen und ist wieder aufgestiegen – zum Glück ist nichts passiert, aber mit etwas mehr Planung wäre diese Situation leicht zu verhindern gewesen. Zitat Liftpersonal: “A Stricherliste für den Felsen führ i scho gor nimmer…”

Mölltaler Gletscher, 05.03.2011

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