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christina // 16. Januar 2009

5.Skitag: Skihandschuh-Test am Fanning

Über den letzten Skitag (kurz nach Neujahr) am Fanningberg will ich gar nicht all zu viel verraten, denn mein “Geheimtipp” könnte vielleicht noch zu bekannt werden… Der Fanning bietet einfach tolle Pistenverhältnisse,  beste Abfahrten (Steilhang!) und die gemütliche Sauschneiderhütte .

Der Skitag war der Grund, meine Skihandschuh-Situation wieder einmal aufs Neue zu überdenken. Wir bereits erwähnt, kämpfe ich in dieser Saison mit der Kälte. Ob dies nun am Temperatursturz liegt (von 35 Grad Plus auf 15 Grad Minus) oder doch an den falschen Handschuhen, darüber spekuliere ich gerade.

Übersicht der Test-Handschuhe

1 Leki original Handschuh (integrierter Mechanismus für Leki Stöcke – System von 2006);
Alter: 2 Jahre
Kosten: ca. 100 Euro

2 Level Finger-Handschuhe
Alter: 3 Jahre
Kosten:  ca. 80 Euro

3 “R-Handschuh”
Alter: 30 Jahre (in Worten: dreißig!)
Kosten: ?

4  Spyder Handschuh
Alter: 2 Jahre
Kosten: 100 Euro

handschuhtest

Was als erstes auffällt ist die Länger der Handschuhe.  Diese ist insofern sehr wichtig, als dass an dieser Stelle die Kälte Richtung Finger strömen kann, wenn die Jacke nicht gut abschließt.
Hier überzeugt eigentlich nur der Spyder(4) Handschuh.  Leki(1) bietet gar keine Möglichkeit den Handschuh über bzw. unter die Jacke  zu ziehen (außer die Skijacke hat Ärmel für einen Elefanten).  Bei Level(2) funktioniert das halbwegs vernünftig, aber trotzdem finde ich, dass länger besser ist. Variante(3) schneidet gar nicht so schlecht ab, ist der dicke Wollbund doch äußerst wärmend und in Anbetracht des Alters positioniert sich der R-Handschuh an zweiter Stelle.
Sieger: Spyder(4)

Für mich ist es wichtig, mit einem Handschuh noch greifen zu können und in diesem Zusammenhang auch die Stöcke gut im Griff zu haben.
Leki(1) hat im Fäustling Finger integriert, was  ein angenehmes Gefühl ist besonders beim Halten der Skistöcke.  Bei Spyder(4) tut sich ein beinahe ähnlich “bamstiges” Unwohlsein auf, wie bei dem R-Handschuh aus den 70iger Jahren. Level(2) greift sich gut an, sowohl von außen (Gummibeschichtung, damit beim Zugreifen nix rutscht) als auch von innen (leicht vorgeformte Finger). Man kann auch noch einen Reisverschluss mit Handschuhen zu machen und der Stock liegt gut in der Hand.
Sieger: Level(2)

Atmungsfähigkeit ist besonders bei Schwitzpfoten, wie es meine, sind wichtig. Zwar wird mir schnell kalt, das hindert meine Hände und Füße aber nicht daran, nass-kalt zu schwitzen. Aus Gesprächen weiß ich, dass nicht nur ich so ein Problemfall bin.
Level(2) verspricht Abhilfe mit stylischem Lüftungsloch und hochwertigem Material. Die Wirklichkeit sieht so aus, dass man den Handschuh nach einem Skitag auswringen kann (ich zumindest). Bei Leki(1) verhält es sich ähnlich, wobei das Leder nicht all zu sehr zur Atmungsaktivität beiträgt, im Gegenteil. Auch der alte Boxerhandschuh(3) wird irgendwann nass, allerdings dauert das einige Zeit, denn die wärmenden Materialien sind reichlich vorhanden und es braucht einige Zeit, bis es denen an die Nieren geht. Wenn es aber so weit ist, dann merkt man das an nassen Stellen am Leder. Spyder(4) leistet gute Arbeit, wird aber auch feucht.
Sieger: Spyder(4)

Optisch sehen Fingerhandschuhe immer besser aus. Level(2) kommt sehr sportlich daher, Spyder(4) etwas weicher und flauschiger. Hier muss sich jeder sein eigenes Urteil bilden, wobei für mich Startnummer 3 eindeutig einen Retro-Bonus bekommt!
Sieger: R-Handschuh(3)

Preislich spielen alle in der gleichen Liga. Ein vernünftiger Handschuh kostet eben auch sein Geld, wobei Leki(1) sich als Looser hervor tut: Nach nur zwei Wintern zum Wegwerfen – da haben sich die 100 Euro nicht gelohnt.
Looser: Leki(1)

Und als letztes Kriterium auch das Wichtigste: Wer wärmt am besten?
Leki(1) ist nach zwei Jahren intensivem Gebrauch “zusammen geschwitzt”.  Das anfänglich kuschelig weiche Fleece im Innenhandschuh ist dünn wie Papier, Wärmefaktor gleich null. Level(2) sieht gut aus, wärmt aber nur bedingt. Was fürs Greifen super ist (eher dünn) ist für die Wärme der Todesstoß. Außerdem funktioniert die Atmungsaktivität nicht all zu gut, was zum Kältefaktor enorm beiträgt. Spyder(4) ist weich und kuschelig und für normale Hände sicher mehr als ausreichend warm. Mir wurde selbst mit diesem Handschuh kalt. Der herausragende Gewinner dieser Kategorie ist der R-Handschuh. Mit seinen 30 Jahren am Buckel wärmt er immer noch tip top und schafft es sogar, bereits tauben Fingern wieder Wärme einzuhauchen.
Sieger: R-Handschuh(3) aus den 70ger Jahren

Fazit

Die optimale Lösung habe ich noch nicht gefunden. Schwitzende Hände sind einfach eine Problematik für die es noch keinen Allheil-Handschuh gibt. Mittlerweile tendiere ich zu jenen Produkten, die einen dünnen Innenhandschuh und einen zweiten, wärmenden Außenhandschuh haben und trotzdem noch ein Greifen möglich machen. Gesehen von Reusch oder Burton. Eine Heizung ist die letzte Möglichkeit, meine Hände zu wärmen. Davor schrecke ich derzeit noch zurück (besonders vor dem Preis – rund 250 Euro aufwärts). Ich halte euch auf dem Laufenden!

Geschrieben von christina in Ausrüstung, Skigebiete | Keine Kommentare

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