Mölltaler Gletscher – den besten Powder gibt’s zur Zeit im Süden!

Der gestrige Regentag wurde für ein intensives Wetter-, Schneeprognosen- und Lawinensituations-Studium genutzt, um für heute ein Skigebiet mit ausreichend Powder auszuwählen. Lange mussten wir nicht nachdenken, liegt doch der Mölltaler Gletscher aktuell mit über 240cm auf Platz 3 im Top Schneehöhen Ranking, und wurden für heute Sonnenschein sowie 60cm Neuschnee prognostiziert.

Mit der Befürchtung die besten Lines bereits verpasst zu haben, nahmen wir den zweiten Gletscher Express des Tages um 09:00 Uhr. Wir staunten nicht schlecht, als wir oben feststellten, dass die Gratbahn “Gletscher Jet” aufgrund von Präparierungsarbeiten noch still stand. Die unverspurten Hänge warteten also noch auf uns. Eindeutig ein etwas verspätetes Weihnachtsgeschenk!!!

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Immer die Präparierungsarbeiten im Auge, gabs einige herrliche, steile Powder-Abfahrten zur Mittelstation, ehe wir es doch nicht mehr aushielten und uns unter die bereits stattlich angewachsene Menge der auf die Öffnung des Gletscher Jets wartenden Powderverrückten mischten. Keine 5 Minuten später saßen wir am Lift, der uns auf 3100m und zum bisher besten Powder der Saison brachte. Was folgte lässt sich nicht in Worte fassen!

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Eine gute Stunde später war der gesamte Südhang im Gletscherbereich verspurt und nach einer Stärkung folgten weitere, sowie auch ausgefallenere, sprich mit Aufstieg verbundene Lines. Nachdem ich schon seit längerem unbedingt bei Neuschnee den Mölltaler Gletscher aufsuchen wollte, war’s heute endlich soweit. DANKE Mutter Natur!

Mölltaler Gletscher, 26.12.2009

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Freeriden am Dachstein – “Steil, steiler, am steilsten???”

Mit “Steil, steiler, am steilsten” werden die Steilabfahrten an den Südflanken des Dachsteingebirges beworben. Egal ob Edelgrieß, Schwadrinn, Fluderrinn, Gamsfeld oder die Trainingstour am Kleinen Gjaidstein – alle weisen einen Neigungswinkel von ca. 45 Grad auf, was einem Gefälle von 100% entspricht! Nachdem ich es den ganzen Winter nicht geschafft habe, den Dachstein zu besuchen, haben Mitti und ich uns heute kurzfristig auf Grund der guten Wetter- und Firnverhältnisse entschieden eine “erste Erkundungstour” auf den Dachstein vorzunehmen.

100% Gefälle – geht das? Sind 45 Grad fahrbar oder hüpft man nur noch durch die Rinnen? Wie felsig bzw. wie gefährlich ist das Terrain? Wie kommen wir mit der Orientierung zu recht und schaffen die immer wieder notwendigen, richtigen Ausfahrten? Zum Glück gibts ja die Trainingstour am Kleinen Gjaidstein, die wir gleich zu Beginn aufsuchen, um unser Können zu testen.

Um sich für die Steilabfahrten fit zu machen, findet man in unmittelbarer Nähe des Schladminger Doppel-Schleppliftes das perfekte Übungsgelände. Tourenbeschreibung für den Steilheits-Test: Von der Bergstation des Schladminger Doppel-Schleppliftes fährt man links der Lifttrasse zum Gjaidstein-Sattel mit der kleinen Bergrettungs-Hütte. Über den flachen Felsgrad des kleinen Gjaidsteins steigt man einige Minuten bergauf, bis eine Einfahrt in die steile (45 Grad = 100%) Südostflanke möglich ist. Der zirka 300 Meter lange Steilhang endet direkt an der Talstation des Schladminger Doppel-Schleppliftes. Hier kann jeder sein Steilwandkönnen testen, ehe man sich in die gefährlichen Steilwände wagt.

Leider mit wenig Erfolg, da ich gleich zu Beginn einen heftigen Abflug zu verbuchen hatte… Egal – weiter zur Austriascharte (sehr cooler Zustieg über eine Leiter und durch einen kurzen Tunnel) zum ersten Edelgrieß Run.

Das “Edelgries”, ein breites Kar zwischen Türlspitz und Gamsfeldspitz, ist die beliebteste Skiabfahrt vom Gletscher in die Ramsau. Schwung um Schwung in den Schnee zeichnen – kilometerlang! Die umgebende Felskulisse macht dabei jede Rast zum ehrfurchtsvollen Staunen.

Für ideale Firnverhältnisse wars leider noch etwas zu früh, weswegen wir mit harten Bedingungen (Waschrumpel) konfrontiert wurden, die sich aber beim zweiten bzw. dritten Run deutlich besserten. Edelgrieß – eine Traumhafte, lange Abfahrt, die viel Platz für Varianten und Experimente bietet, nicht wirklich ausgesetzt, allerdings ist auf sichere Lawinenverhältnisse zu achten.

Die Schwadrinn direkt unter der Dachstein Gletscherbahn (siehe Foto ganz oben), ebenfalls um die 45 Grad steil, jedoch mit einigen Felsen und Felsabbrüchen versehen, bringt einen schon deutlich mehr ins “mentale Schwitzen”.

Die »Schwadrinn« bezeichnet das breite Kar direkt unter der Dachstein-Gletscher-Bahn. Die Einfahrten in dieses Kar sind extrem steil… Nachmittags bieten vor allem die Westhänge noch guten Firnschnee. Eine direkte Ausfahrt aus der Schwadrinn ist durch 2 Felsbarrieren versperrt. Rechts haltend (Scheiblingstein) auf eine kleine, markante Scharte zusteuern, welche einen Übergang in Richtung Südwandhütte ermöglicht. Unter den Felswänden, entlang des Südwandhüttenweges quert man das Steinfeld Richtung Talstation. Diese Tour ist für Geübte in ca. 1,5 Stunden zu machen und endet direkt an der Talstatiotion der Gletscherbahn.

Nachdem wir die Rinne zweimal mit der Seilbahn bzw. von oben besichtig hatten, unsere Bedenken wegen eines kleinen, schneefreien Felsbandes im unteren Drittelt der Rinne einfach ignorierten, zogen wir die ersten Schwünge ins extrem steile Gelände. Wir hatten lange genug (zum Glück nicht zu lange) gewartet, und fanden ideale Firnverhältnisse vor.

Die Schwadrinn ist eine lässige, im oberen Teil extrem steile, und nicht zu unterschätzende Abfahrt, die bei ausreichend Powder auch einiges an Sprüngen bieten dürfte. Vorrausgesetzt Schnee und Lawinensituation erlauben die Einfahrt.

Sowohl die Schwadrinn, als auch die weiteren Varianten an der Südflanke des Dachsteins müssen wohl im kommenden Winter genauer evaluiert werden. Mit oder ohne “Salzburger Superskicard”, die ich heute vergessen hatte und nicht ersetzt bekommen hatte. Bei einem Preis von 555 EUR könnte man doch von einem besseren Kundenservice ausgehen. Aber laut AGBs gibts keinen Ersatz für vergessen SSSCs… egal, war trotzdem ein genialer Tag am Dachstein ;)

Dachstein, 15.04.2009

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Zum 30′ger gabs einen ABS Lawinenrucksack

“Gemma g’miatlich wos essen” – so schafften mich Christina und Waltraud einige Tage vor meinem 30ger, völlig unwissend auf den Daxlueg hoch über Salzburg, wo wir bereits von Mitti und Peda erwartet wurden. Als dann auch noch meine Eltern mit einer riesigen Kiste auftauchten, dämmerte mir so einiges.

Beim Öffnen blinzelte schlussendlich ein nigel nagel neuer ABS Lawinenrucksack, genauer gesagt die “ABS Base Unit (Vario Linie)”, aus der Kiste – die Überraschung war perfekt. Offensichtilch, haben die beteiligten Personen, bei denen ich mich hiermit nochmals recht herzlich bedanken möchte, mitbekommen, dass ich schon seit dem letzten Frühjahr und jetzt im Herbst verstärkt mit dem ABS Rucksack geliebäugelt hatte. Nicht um das Risiko beim Freeriden erhöhen zu können – nein mit Sicherheit nur, um im Falle des Falles eine weitere Option “ziehen” zu können. Dass der ABS keine Garantien bei einem Lawinenabgang geben kann, ist klar, die Unfallstatistiken sind jedoch beeindruckend (auch wenn man diese “optimieren” kann).

Auf die Base Unit kann man verschiedene, unterschiedlich große Rucksäcke anzippen. Dadurch wird sichergestellt, dass man für alle Gelegenheiten den idealen Rucksack zur Verfügung hat, und man nicht bei der einen oder anderen Tour aus Platz- oder Gewichtsgründen ohne den Airbag startet. Ich hab mich für den heuer neuen “Vario Ultralight 18” als ersten Anzipp-Rucksack entschieden, der nach unserer Neuseeland Tour bestimmt zur Abholung bereit liegen wird. Dann steht einer ersten Ausfahrt ins Gelände nichts mehr im Wege. Der Schnee ist ja soeben eingetroffen, und auch die Salzburger SuperSkiCard ist seit gestern in meinem Besitz…

Nochmals vielen Dank an Christina, Waltraud, Mitti, Peda, Mama und Papa. Für’s gemeinsame Kickoff werd ich mir schon noch eine tolle Tour einfallen lassen…


Geschrieben von bernd in Ausrüstung, Tipp | Keine Kommentare

Sonnblick – Ich kann’s nicht lassen ;)

Gut – nachdem in den letzten Tages das Bike dominierte, war’s wieder Zeit für richtig viel Schnee. Als Ziel für die Frühjahrs-Skitour wählten Papa und ich den 3105m hohen Sonnblick im Raurisertal. Für mich eine echte Erstbesteigung, und so staunte ich nicht schlecht, als wir gegen 07:00 Uhr am Parkplatz kurz vor dem Naturfreundehaus “Kolm Saigurn” fast keinen freien Parkplatz mehr erwischten. Pfingstferien, Kaiserwetter und noch ausreichend Schnee resultierte in hunderte von Tourengehern, die in Richtung Sonnblick, Hocharn und Schareck unterwegs waren.

Irgendwie waren alle vor uns aufgebrochen, was wir aber brav mit hohem Tempo und kurzen Pausen gut wettmachen konnten. Die klassische Aufstiegsroute folgend, gings via Barbarafall – Neubau – Rojacherhütte – Gletscherstück bis zur Wetterstation am Hohen Sonnblick. Dabei wurden zahlreiche “Frühstarter” überholt und damit unser schlechtes Gewissen doch zu spät gestartet zu sein beruhigt. Nach 3h erreichten wir den voll belagerten Gipfel mit der imposanten Wetterstation.

Noch mehr interessierte mich jedoch das möglicherweise “nächste Projekt” – der Hocharn, der sich ebenfalls von seiner besten Seite zeigte.

Hocharn

Ebenso entdeckte die Steilrinne, die vom Sonnblick Gipfel geradewegs ins Raurisertal führt. Noch dazu konnte ich alte Spuren ausmachen, woduch meine Neugier weiter gesteigert wurde. Hmm, hätt ich nur meinen Kästle bei mir… Früher oder später wird es einen Aufstieg und eine Abfahrt durch die Steilrinne vom Sonnblick geben – soviel ist sicher. Tini, Mitti, Peda – auch dabei ???

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Geschrieben von bernd in Allgemein, Skitouren | 2 Kommentare

Würdige Skitaufe

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Gleich vorweg – leider konnte Christina, die mit einer Grippe im Bett liegt, ihren neuen Ski nicht persönlich abholen, und so blieb es an Mitti, Peda und mir unsere neuen Kästle MX88 in Empfang zu nehmen. Am Obertauern wurden wir schon vom äußerst professionellen Team von Intersport Frühstückl erwartet. Das Geschäft direkt auf der Passhöhe ist sowieso ein Geheimtipp, da die hochwertigen Kollektionen ständig wechseln, man immer Neues findet und bestens betreut wird. Auch beim Kauf der Kästle Ski war der Service erneut ausgezeichnet. Danke an dieser Stelle ans gesamte Team, sowie an Papa der für uns den Kauf koordinierte.

Nachdem die Bindungseistellungen vorgenommen und einiges an Kohle über den Ladentisch ging, stand der “Skitaufe” nicht’s mehr im Wege. Tolle Verhältnisse und etwas Neuschnee führten dazu, dass Mitti, Peda, Mark, Papa und ich den ganzen Tag keine Pisten verwendeten, dafür aber das ein oder andere Mal die neuen Ski schulterten und für eine tolle Abfahrt höhertrugen. Dabei fuhr auch ich neue Varianten am Obertauern (Tragepassage am Zehnerkar) – ein perfekter freeride Tag, noch dazu mit winterlichen Verhältnissen im April!

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Irgendwie, auch weil wir wahrscheinlich hin und wieder ans Limit gingen, kamen alle im laufe des Tages zu Sturz. Bis auf eine zerrissene neue Skijacke von Mitti, verlief zum Glück alles glimpflich. Die Euphorie für den Kästle MX88, welche ich im letzten Blogpost nach dem Skitest versprühte, wurde auch diesmal absolut bestätigt. Der MX88 ist für den sportlichen Fahrer, der wie wir das freie Gelände und viel Speed sucht absolut perfekt. Sieht gut aus, und fährt sich noch besser.

Fazit: Wir haben den Kästle MX88 vorbildlich am Limit bewegt, und somit würdig getauft!

Fotos: Obertauern, 05.04.2008

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