St. Anton am Arlberg, Valluga, Schindlerspitze, Galzig und Co.

Nach zwei lässigen Tagen in Lech am Arlberg stand zum Abschluss unseres Arlberg Wochenendes ein Besuch in St. Anton am Programm. Eigentlich wollten wir einfach am Rückweg von Lech nach Salzburg mit dem Auto einen Stop in St. Anton einlegen, aber zwei klirrende Nächte um die -30° setzten nicht nur anderen Autos gehörig zu, auch unser Gefährt verweigerte früh morgens den Dienst. Dank Christina, die es mit ihrem Charme trotz seitenweiser Warteliste des lokalen Pannendienstes schaffte, unser Auto nach nur 10min in die Lecher-Tiefgarage zum Auftauen schleppen zu lassen, ging es nur wenig später per Skibus nach St. Anton. Weiterlesen →

Kästle Skitest in Heiligenblut – Fazit

Seit gut 3 Jahren bin ich nun schon stolzer Besitzer eines Kästle MX 88, der sich sich als perfekter Allrounder immer wieder aufdrängt und gefahren werden will. Der MX 88 ist durch seine steife, breite Bauweise ein echt geiler Ski auf der Piste, der auch im Gelände viel Spaß macht, solange man mit den 88mm in der Bindungsmitte nicht bei zuviel Schnee absäuft. Im tiefen Powder dominiert daher mein ELAN Boomerang (120mm Bindungsmitte) das Geschehen. Weiterlesen →

Firnabfahrten in Heiligenblut

Als Superskicard-Besitzer sind wir im Winter hauptsächlich in den Salzburger Skigebieten unterwegs. Der Mölltaler Gletscher und die Richtung Dachstein/Schladming, sowie Richtung Tirol nach Kitzbühel gehören zum Verbund dazu. Heiligenblut liegt leider ziemlich ab vom Schuss für uns, aber in letzter Zeit hab ich erstaunlich oft über Heiligenblut gelesen und gehört! Unter anderem schwärmten die Twitter-Kollegen Eaglepowder und CristianGemmato in höhsten Tönen vom Gebiet. Matthias, der in diesem Winter des öfteren im Süden unterwegs war, machte mich mit diversen Videos ziemlich neugierig. Weiterlesen →

Immer noch Schnee am Kitzsteinhorn ;)

p1040351.jpg Der Wetterbericht versprach einen durchwachsenen Samstag und einen sonnigen Sonntag Vormittag. Beste Voraussetzungen also, am Sonntag in aller Früh Richtung Kitz aufzubrechen. Traumhafter Sonnenschein und blitzblauer Himmel – das waren meine Argumente beim morgendlichen Peda-Weckruf. Und siehe da: Peda kam kurz nach uns auf den Gletscher! Auf 3000m ist noch Winter. Das merkte ich bei der ersten, recht zapfigen, Schleppliftfahrt. Da hilft nur Gas geben, damit es warm wird. Nach dem wir die meiste Zeit in diesem Winter im Gelände verbracht haben, ging’s heute nach langer Zeit wieder auf die Piste. Zugegebenermaßen machte das richtig Spaß! Einerseits weil der Schnee griffig war, die Pisten bestens präpariert sind und in der Früh wenig Skifahrer unterwegs sind. Andererseits weil heute die Vorzüge des Kästle-Skis wieder einmal bestens zum Vorschein kamen. Da geht die Post ab und der Ski geht dahin wie auf Schienen! Vom Ice-Camp aus besichtigen die Jungs einen unverspurten Hang. Und wieder schleppe ich meinen Kästle rund 20min den Hang hinauf. Kein Vergleich mit den Verhältnissen im Winter, aber dennoch ein, im oberen Bereich, lässiger Hang. Und mein Ski spielt wieder seine Kompromissbereitschaft aus. Schade, dass wir den Scott Skitest erst bei der letzten Abfahrt sehen. Da hätte es die kompromisslose Variante gegeben. Aber dafür ist jetzt eh nicht mehr der richtige Schnee… Kitzsteinhorn, 19.04.2009

Freeriden am Dachstein – „Steil, steiler, am steilsten???“

Mit „Steil, steiler, am steilsten“ werden die Steilabfahrten an den Südflanken des Dachsteingebirges beworben. Egal ob Edelgrieß, Schwadrinn, Fluderrinn, Gamsfeld oder die Trainingstour am Kleinen Gjaidstein – alle weisen einen Neigungswinkel von ca. 45 Grad auf, was einem Gefälle von 100% entspricht! Nachdem ich es den ganzen Winter nicht geschafft habe, den Dachstein zu besuchen, haben Mitti und ich uns heute kurzfristig auf Grund der guten Wetter- und Firnverhältnisse entschieden eine „erste Erkundungstour“ auf den Dachstein vorzunehmen.

100% Gefälle – geht das? Sind 45 Grad fahrbar oder hüpft man nur noch durch die Rinnen? Wie felsig bzw. wie gefährlich ist das Terrain? Wie kommen wir mit der Orientierung zu recht und schaffen die immer wieder notwendigen, richtigen Ausfahrten? Zum Glück gibts ja die Trainingstour am Kleinen Gjaidstein, die wir gleich zu Beginn aufsuchen, um unser Können zu testen.

Um sich für die Steilabfahrten fit zu machen, findet man in unmittelbarer Nähe des Schladminger Doppel-Schleppliftes das perfekte Übungsgelände. Tourenbeschreibung für den Steilheits-Test: Von der Bergstation des Schladminger Doppel-Schleppliftes fährt man links der Lifttrasse zum Gjaidstein-Sattel mit der kleinen Bergrettungs-Hütte. Über den flachen Felsgrad des kleinen Gjaidsteins steigt man einige Minuten bergauf, bis eine Einfahrt in die steile (45 Grad = 100%) Südostflanke möglich ist. Der zirka 300 Meter lange Steilhang endet direkt an der Talstation des Schladminger Doppel-Schleppliftes. Hier kann jeder sein Steilwandkönnen testen, ehe man sich in die gefährlichen Steilwände wagt.

Leider mit wenig Erfolg, da ich gleich zu Beginn einen heftigen Abflug zu verbuchen hatte… Egal – weiter zur Austriascharte (sehr cooler Zustieg über eine Leiter und durch einen kurzen Tunnel) zum ersten Edelgrieß Run.

Das „Edelgries“, ein breites Kar zwischen Türlspitz und Gamsfeldspitz, ist die beliebteste Skiabfahrt vom Gletscher in die Ramsau. Schwung um Schwung in den Schnee zeichnen – kilometerlang! Die umgebende Felskulisse macht dabei jede Rast zum ehrfurchtsvollen Staunen.

Für ideale Firnverhältnisse wars leider noch etwas zu früh, weswegen wir mit harten Bedingungen (Waschrumpel) konfrontiert wurden, die sich aber beim zweiten bzw. dritten Run deutlich besserten. Edelgrieß – eine Traumhafte, lange Abfahrt, die viel Platz für Varianten und Experimente bietet, nicht wirklich ausgesetzt, allerdings ist auf sichere Lawinenverhältnisse zu achten.

Die Schwadrinn direkt unter der Dachstein Gletscherbahn (siehe Foto ganz oben), ebenfalls um die 45 Grad steil, jedoch mit einigen Felsen und Felsabbrüchen versehen, bringt einen schon deutlich mehr ins „mentale Schwitzen“.

Die »Schwadrinn« bezeichnet das breite Kar direkt unter der Dachstein-Gletscher-Bahn. Die Einfahrten in dieses Kar sind extrem steil… Nachmittags bieten vor allem die Westhänge noch guten Firnschnee. Eine direkte Ausfahrt aus der Schwadrinn ist durch 2 Felsbarrieren versperrt. Rechts haltend (Scheiblingstein) auf eine kleine, markante Scharte zusteuern, welche einen Übergang in Richtung Südwandhütte ermöglicht. Unter den Felswänden, entlang des Südwandhüttenweges quert man das Steinfeld Richtung Talstation. Diese Tour ist für Geübte in ca. 1,5 Stunden zu machen und endet direkt an der Talstatiotion der Gletscherbahn.

Nachdem wir die Rinne zweimal mit der Seilbahn bzw. von oben besichtig hatten, unsere Bedenken wegen eines kleinen, schneefreien Felsbandes im unteren Drittelt der Rinne einfach ignorierten, zogen wir die ersten Schwünge ins extrem steile Gelände. Wir hatten lange genug (zum Glück nicht zu lange) gewartet, und fanden ideale Firnverhältnisse vor.

Die Schwadrinn ist eine lässige, im oberen Teil extrem steile, und nicht zu unterschätzende Abfahrt, die bei ausreichend Powder auch einiges an Sprüngen bieten dürfte. Vorrausgesetzt Schnee und Lawinensituation erlauben die Einfahrt.

Sowohl die Schwadrinn, als auch die weiteren Varianten an der Südflanke des Dachsteins müssen wohl im kommenden Winter genauer evaluiert werden. Mit oder ohne „Salzburger Superskicard“, die ich heute vergessen hatte und nicht ersetzt bekommen hatte. Bei einem Preis von 555 EUR könnte man doch von einem besseren Kundenservice ausgehen. Aber laut AGBs gibts keinen Ersatz für vergessen SSSCs… egal, war trotzdem ein genialer Tag am Dachstein ;)

Dachstein, 15.04.2009

Obertauern – Die richtige Wahl!

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Am Salzburger Wahlsonntag entschieden wir uns richtiger Weise für Obertauern. Aufgrund der Höhenlage und der Möglichkeit nordseitig unterwegs zu sein, gabs trotz der Plustemperaturen jede Menge Powder und coole Runs im freien Gelände.

Dass die aktuelle Lawinensituation noch immer recht angespannt ist, zeigt nachfolgendes Foto – Schneebrett von der Großen Kesselspitze Richtung Variantenabfahrt, welches sich am späteren Nachmittag gelöst hatte.

Schneebrett Kesselspitze, Obertauern

Kästle-Erkenntnis

Eine interessante Erkenntnis kann man auf folgendem Video beobachten: Der kurze Kästle von Christina stößt offensichtlich an Grenzen im zerfahrenen Schnee. Die 158 cm sind zu kurz um schnellere Schwünge zu fahren. Der Ski flattert sichtbar und lässt sich nicht so einfach hin drücken. Die längere Variante, 168 cm ist für ein Leichtgewicht allerdings noch schwieriger zu fahren, da der steife Ski einiges an Kraft braucht. Ein positiver Effekt ließ sich gestern allerdings auf der Piste fest stellen: Über die weichen Frühjahrsschnee-Hügel fährt man wie nix drüber!

Fotos – Obertauern, 01.03.2009

Global warming?

Die amerikanische Firma blentec macht schon länger mit kleinen Videos auf ihre Produkte aufmerksam. Witzige Spots, die zeigen, was der Mixer so alles schafft. Lustige Idee, einen Ski zu zerstören, aber seht mal selbst, WELCHER Ski das ist…