Kurz vor dem Start zum Kaisermarathon
Da war die Welt noch in Ordnung… Einen detaillierten Leidens-Bericht gibt es in Kürze von Bernd selbst. Derzeit erholt er sich noch (beim Fußball spielen).
Da war die Welt noch in Ordnung… Einen detaillierten Leidens-Bericht gibt es in Kürze von Bernd selbst. Derzeit erholt er sich noch (beim Fußball spielen).
Starke Schneefälle in ganz Österreich waren am vergangenen Wochenende auf der Tagesordnung. Wie leicht zu erkennen, blieb davon auch das Ziel des Kaisermarathons 2008 – die “Hohe Salve” - nicht verschont.

Nach hunderten Trainingskilometern, präsentiert sich knapp eine Woche vor meinem läuferischen Jahreshighlight, das auserwählte Ziel tief verschneit und ganz und gar nicht einladend für einen Bergmarathon mit 42,195 Kilometern und 2000 Höhenmetern. Zum Glück ist für diese Woche eine Wetterbesserung angesagt, und auch die Prognose fürs Wochenende ist ausgezeichnet.
Nach den Strapazen der Vorbereitung mit 50-60 km bzw. 400 – 1000 Höhenmetern pro Woche, wäre es doch schade, wenn der Event wegen Schneefalls und Kälte nicht stattfinden könnte. Auch wenn damit der erste Skitag näher rücken würde, wäre mir dieses Wochenende die Hohe Salve, übrigens ein tolle Skigebiet, ohne Schnee lieber.
Nach dem Billy Berühmtheit erlangt hat und letzte Woche sogar in den Salzburger Nachrichten zu bewundern war, gibt es jetzt eine gute Nachricht:
Billy hat ein neues zu Hause gefunden!
Ich freue mich sehr. Und ich hoffe, dass er einen “Rudelführer” gefunden hat, der seinen Bewegungsdrang fördert und mit ihm schwimmen geht!

Nach wochenlanger Untätigkeit bedingt durch Krankheit, Stress, miesem Wetter und zig Verpflichtungen (jaja, man findet immer eine Ausrede!), geht es jetzt sportlich endlich wieder bergauf mit mir! Ist auch dringend notwendig, denn der Business-Lauf rückt mit großen Schritten näher und selbst mein Team-Kollegen Claus denkt schon laut übers Training nach.
Um 17:30 raus aus dem Büro, daheim in die Laufsachen hüpfen und auf zum Fuschlsee – das ist die perfekte Abendgestaltung im Sommer. Die gesamte Fuschlsee-Runde habe ich heute zwar noch nicht gepackt (11 km), die steilen Anstiege bin ich aber zügig hinauf gehirscht. Mein Puls war zwar jenseits der 175, aber auch kein Wunder, nach der Pause.
Die Runde bietet auf jeden Fall perfektes Intervall-Training durch die durchaus extremen, aber kurzen Anstiege. Auch das Hirn ist gefragt, denn Wurzel und Stufen benötigen entsprechende Beachtung.
Die Aussicht auf der Laufstrecke ist ein Kapitel für sich, denn der See lockt in türkis-blau Tönen. Schon während man schwitzt freut man sich auf die Belohnung, den Sprung in den erfrischenden See. Die abendliche Stimmung am See genieße ich immer besonders, wenn es still wird am See. Plötzlich fühlt man sich kilometerweis von Arbeit und Alltag entfernt und der Kopf bekommt endlich wieder einmal Luft!
Fotos zur Inspiration, Fuschlsee
Der Start im Herbst beim Kaisermarathon in Söll (Tirol), welcher nicht nur mit den obligatorischen 42km, sondern noch zusätzlich mit ca. 2000 Höhenmetern aufwartet, ist seit längerer Zeit schon fixiert. Nicht nur die pure Angst vor den Höhenmetern, sondern das Kennenlernen eines Berglaufes hat mich zur Teilnahme am diesjährigen Grossglockner Berglauf in Heiligenblut bewogen. Der traumhafte Lauf von Heiligenblut hinauf bis zur Kaiser Franz Josefs Höhe geht über 12km und immerhin 1514hm. Alles nicht so schlimm, wenn da nicht der verflixte letzte Kilometer mit gut 260hm wäre, welcher einem alles abverlangt…

Trotz heftiger Anfeuerungen durch das zahlreiche und ausdauernde Publikum ist in diesem Bereich für Mitti und mich (wir erreichten das Ziel zeitgleich in 1:48h) nicht mehr ans laufen zu denken.

Fazit: Tolle Veranstaltung, die uns aufzeigte, dass für den Kaisermarathon noch einiges zu tun ist.
Grossglocker Berglauf, 20.07.2008