Österreich verhindert Gründertum

Wer heute seinen Job aufgibt, um ein Unternehmen zu gründen, wird ja fast schon als Alien betrachtet. Elisabeth Zehetner, Geschäftsführerin des Gründerservice Österreich in der Wirtschaftskammer (WKÖ)

Dieser Tage erschien am Online Standard ein Artikel über die geringe Lust der Österreicher sich selbstständig zu machen. Ich kann es nachvollziehen.

Vor einiger Zeithabe ich mir diesen Zirkus selbst angetan. WKO Beiträge gezahlt, deren Nutzen einzig und allein die Weitergabe meiner privaten/Firmenadresse an diverse andere Firmen war. Noch immer bekomme ich Druck-Angebote. Hab ich jemals darum gebeten? Aber ansonsten immer Datenschutz ganz groß schreiben, jaja. Selbstständige bekommen einen besonderen Service. Die unterschiedlich politisch orientierten Gewerbeverbände reißen sich um einen. Man erhält fachkundige Ratschläge, wie “Was machen Sie eigentlich genau? So mit Webseiten, ach ja. Dann sind Sie eine Werbeagentur.” Schublade zu. Fertig. Und dann sitzt man da. In seinem Homeoffice (mittlerweile gibt es in Salzburg auch endlich eine Co-Working Space), versucht sich selbst zu organisieren mit diversen Quartalsabrechnungen fertig zu werden, Rechnungseintreibungen und den mauen Kontostand in den Griff zu bekommen. Ohne einen Steuerberater (in den sollte man dringend investieren) ist man sowieso vollkommen verloren.

Ich spreche hier gar nicht von Netzwerken, WKO Förderevents und Co. Um das kann man sich gut selber kümmern. Mir geht es um die Anreize, die der Staat bietet!

Dann wären da nämlich noch so interessante Punkte wie Kleinstunternehmer Regelung und Co. Netter Ansatz. Im Endeffekt sind die Gewinngrenzen derart niedrig angesetzt, dass man sowieso immer zahlt. Entweder das Geschäft läuft halbwegs, was ja wünschenswert ist: so schnell kann man gar nicht schauen und hat schon diverse Grenzen überschritten. Man zahlt Steuern und SVA Beiträge die in keiner Relation zum Einkommen stehen. Wenn man unter der Grenze bleibt, dann zeugt dies eher davon, dass man einen brotlosen Job ausübt und sein Unternehmen lieber bald wieder schließt. Dazu kommt, dass man als Selbstständiger in Österreich nicht gerade ein gutes Ansehen genießt. Von vollkommenen Unverständnis bis zu mitleidigen Blicken – alles dabei.

Ganz schlimm wird es, wenn man die Schnapsidee hat, selbstständig und angestellt gleichzeitig zu sein. So etwas hat keinen Platz in den Köpfen der Österreicher. Wer sollte schon so verrückt sein, mehrere Jobs gleichzeitig zu machen? Tja, das sehen auch die Sozialversicherungen so. Man zahlt einfach doppelt – ist ja auch praktisch. SVA Beiträge, GKK Beiträge und beim Arzt kann man dann aussuchen, welche Versicherung man diesmal nimmt. Oder so ähnlich.

Ach ja und da wäre dann noch finanz Online. Seit ich selbstständig war, kann ich online keinen Einkommenssteuerausgleich machen. Es geht nur entweder oder. Alles andere ist im System nicht vorgesehen.

So ist das, in Österreich.

Und dennoch sage ich: kreative Geister geht voran! Bleibt nicht in der scheinbaren “Sicherheit” eines Unternehmens picken. Was ist schon sicher? Euer Kapital ist Können, Motivation und Begeisterung – und die Flexibilität den behäbigen Unternehmen immer einen Schritt voraus zu sein! Mit Sicherheit.

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Buchtipp: The Lean Startup

The Lean Startup

Mein Bücherstapel ist in den letzten Monaten wieder enorm gewachsen. “The Lean Startup” lag dabei ganz oben. Im Urlaub hatte ich endlich die Ruhe dafür. Eric Ries bestätigt viele meiner Gedanken (5 principles) – ein Grund warum ich das Buch top finde. Grundsätzlich geht es darum, nicht sinnlose Zeit mit der Entwicklung von Produkten zu vergeuden, die niemand braucht. Wie kann man also zügig Produkte entwickeln, Kunden die nicht wissen was sie wollen bedienen und gleichzeitig Innovationen liefern? Diese Frage ist nicht nur für Startups interessant! Eric Ries hat einige Methoden, wie man mittels Split Testings und zeitnahen Produktupdates rascher sein Business in die Gänge bekommt. Ein halbfertiges Produkt in verschiedenen Varianten direkt mit Kunden zu testen, kleine schlagkräftige Teams, in denen jeder unterschiedliche Aufgaben übernehmen kann, analysieren, analysieren und im Fall entscheiden, einen anderen Weg einzuschlagen – ich habe sehr viel Input für meine Projekte mitgenommen. Ich lege das Buch jedem ans Herzen – Gründer wie Angestellten, denn das Prinzip kann in jedem Bereich, in jeder Branche funktionieren!

Eric Ries über seine neueste Innitiative und wie es zu “the Lean Startup” kam:

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JWT: 100 Things to Watch in 2012

JWT: 100 Things to Watch in 2012
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Coke’s move from “creative excellence” to “content excellence”

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Steve Jobs on Creativity

“Creativity is just connecting things. When you ask creative people how they did something, they feel a little guilty because they didn’t really do it, they just saw something. It seemed obvious to them after a while. That’s because they were able to connect experiences they’ve had and synthesize new things. And the reason they were able to do that was that they’ve had more experiences or they have thought more about their experiences than other people. Unfortunately, that’s too rare a commodity. A lot of people in our industry haven’t had very diverse experiences. So they don’t have enough dots to connect, and they end up with very linear solutions without a broad perspective on the problem. The broader one’s understanding of the human experience, the better design we will have.”

– Steve Jobs, Wired, February, 1995

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Social Media Convention 2011 in Wien


Am 30.6.2011 war ich bei der Social Media Convention in Wien eingeladen, die Online Aktivitäten der Stieglbrauerei vorzustellen. Neben vielen interessanten neuen Kontakten ergaben sich einige Gespräche, die mir persönlich neue Einblicke in die Social Media Welt bei anderen Unternehmen gaben.

Hier gibts ein zusammenfassendes Video
YouTube Preview Image
und hier (Aufzeichnung auf pressetext.tv) kann man sich alle Vorträge noch mal anhören/ansehen – auch meinen mit dem Titel:  Kommunikation zwischen Sudkessel und Newsstream – wie man mit Traditionen brechen muss!

sympatischer auftritt der @stieglbrauerei auf sämtlichen kanälen, auch für nicht-bier trinker ;) #some2011 #stiegl

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Things That Happen On Internet Every Sixty Seconds

60 Seconds - Things That Happen On Internet Every Sixty Seconds
Infographic by- Shanghai Web Designers

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Rebel’s Manifesto

That’s it.

  1. Do the opposite of what you were taught in school.
  2. Care not for the opinions of others. They are based on their own thoughts and fears.
  3. Study the work of other rebels. Steal things from them. Research with fury.
  4. Forget about the competition. They are on a different path than you. Trends are for suckers.
  5. “There’s nothing we really need to do that isn’t dangerous.” John Cage. Do the things that scare you on a regular basis.
  6. Make a mess.
  7. Embrace your darkside. Your so called “dark qualities” (or labels) are a source of great power. Find a way to incorporate them into your work. Feature them. pay particular attention to what makes you angry.
  8. Exercise your voice. Put your thoughts out into the world even if it scares the shit out of you (see number 5).
  9. Expand your horizons. Leave home. Visit other places/cultures. Wander aimlessly.
  10. Never limit your play-time. Even if your brain is telling you otherwise. All of your best stuff comes from it if you allow yourself to remain open to the unknown.
  11. Question everything.
  12. Follow your heart.
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SIME Vienna

Kurze Zusammenfassung der ersten SIME Vienna:

Mein persönliches Highlight – Pau Pablos Holman – der Hacker – hier in Action bei der TedEX in Tel Aviv. Der Typ ist ein Rockstar!

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re:publica 2011 #rp11

Ein paar Facts und persönliche Eindrücke von der re:publica 2011. Mein Fazit: die Hypes und neuen technologischen Errungenschaften werden (Gott sei Dank) weniger und nun geht es mehr darum: wie geht man mit diesem neuen Medium um, wozu kann es genutzt werden, braucht es Regeln, wie verändert das Internet unsere Gesellschaft.

  • Content ist King – d.h. regelmäßige und gute Beiträge binden den User  und Blogs sind nicht tot. Im Gegenteil.
  • Video hebt ab – 13 Millionen Stunden Video wurden 2010 auf youtube produziert. 2 Milliarden Views pro Tag! 70% der Viewer sind außerhalb der USA, 100 Mio. mobile Views pro Tag! – Maps als Infoträger und Kommunikationsform z.B. in Krisenfällen wie Japan, Haiti im Einsatz standbytaskforce.com sowie das opensource Projekt: http://www.ushahidi.com/
  • Collaboratives Zusammenarbeiten nutzt auch IDEO Deutschland mit einer eigenen Plattform. http://openideo.com/

Unbedingte Empfehlung: Gunter Dueck, Chief Technologist von IBM. Ein unterhaltsamer Vortrag, der zugleich grundlegende gesellschaftlichen Fragen rund um das Netz und viele Dinge mehr beantwortet.

3D augmented reality – sehr spannende & inspirierende Konzepte, meine Diplomarbeit aus dem Jahr 2002 weitergedacht ;)

Augmented City 3D from Keiichi Matsuda on Vimeo.

Sehr amüsant – der eigentümliche Sascha Lobo (DER Bloggerstar?!?) über “Trolle” (also nervige User und wie man die in den Griff bekommt)

Sascha Lobo – Trollforschung from Christian Cordes on Vimeo.

Und by the way: Diaspora – einst als open Facebook gehandelt – obs die jemals schaffen scheint mir mehr als zweifelhaft. Der Gründer klang in seiner Session etwas planlos…

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