„Groggarun“ – Trailrunning am Krakauer Rundwanderweg

Kleiner Sattel Dorferalm

Kleiner Sattel Dorferalm

Zu Jahresbeginn wurden im Zuge der steiermärkischen Gemeindestrukturreform die bisherigen, eigenständigen Gemeinden Krakaudorf, Krakauhintermühlen und Krakauschatten zur Gemeinde Krakau zusammengeschlossen. Die steirische Krakau erstreckt sich somit seit Jänner 2015 über das gesamte, idyllische Hochplateau des Krakautals – wie ich finde, definitiv ein Grund für einen ausgedehnten Trailrun in meiner alten Heimat!

Seit Jahren Zeit genieße ich es, mein Trailrunning Equipment zu packen, um die zahlreichen, traumhaften Bergtouren meiner Kindheit und Jugend laufend zu wiederholen. Dabei kombiniere ich schon mal 2-3 Tagestouren [1], [2], [3] am Stück. Da hat es nicht lange gedauert, bis sich die Idee einer sauberen „Runde“ um die Krakau in meinem Kopf verankert hatte. Ich war noch am „basteln“ einer machbaren Route, als mich Christof Siebenhofer von den Running Twins auf eine tolle Runde um die Krakau, dem Krakauer Rundwanderweg, aufmerksam gemacht hat.

querdenken-4728Die herrliche, mit drei Tagen anberaumte Wanderung war mit 57km und 3400hm geradezu ideal für eine gemeinsames „Krakauer Projekt“. Neben Christof war mit seinem Zwillingsbruder Stefan und dem erfolgreichen Krakauer Skibergsteiger Armin Höfl schnell ein schlagkräftiges Team für den „Groggarun“ gefunden.

Im Herbst 2014 verhinderte noch eine kleine Verletzung von Armin das Projekt, aber 2015 sollte es klappen. Den ersten Termin Anfang Mai haben wir noch aufgrund von zuviel Schnee verschoben, als es aber am letzten Freitag erneut schneite, gab es keinen aus dem Team, der auch nur einen Moment an eine Absage dachte. „Wir ziehen das durch“, „…eh klar, warum ned“, „…war grad im Salomon Brandstore und hab mir die saugeile, leichte Salomon Bonatti Überhose für den Samstag g’schoppt…“ war da in der WhatsApp Gruppe zu lesen – herrlich!

querdenken-4714So konnte uns weder der leichte Regen im Tal, noch die tief verschneiten Bergspitzen davon abhalten, den „Groggarun“ wie geplant am Samstag morgen zu starten. Bestens betreut von Florian Rabovsky und Christina Fötschl – ein DANK an dieser Stelle – ging es zu viert um 05:30 Uhr in Krakaudorf los. Nach nicht mal einer Stunde hatten wir Richtung Trübeck die Schneegrenze erreicht, und Armin versank beim Spuren schon mal bis zum Bauch im Neuschnee. Aber im Team kamen wir flott voran, und die Motivation war stets hoch. Der Trail war eigentlich nicht zu finden, aber dank der Navigationsfunktion unserer Suunto Ambits, war’s dann doch ein Kinderspiel!

querdenken-4720Nach 3h gab’s am Etrachsee neue, trockene Klamotten, und voll motiviert ging es weiter nach Krakauebene. Über die Höflhütte, den Peter-Moser-Steig ging es in das Rantental, von wo aus wir via Heinrich Baudisch Weg ins Prebertal wechselten. Die Möslhütte war selbstverständlich mit von der Partie und die Querung der Preberflanke Richtung Grazer Hütte einfach ein Traum.

 

querdenken-4735Die Grazer Hütte war auch so etwas wie der Knackpunkt der Tour – wenn wir diese ohne größere Probleme erreichen sollten, dann werden die letzten 20km schon auch irgendwie gehen.

So war’s dann auch! Die Südseite der Gemeinde Krakau ablaufend, durfte ich erstmals die traumhaften Trails am Woadschober genießen. Das Gebiet ist echt der Hammer. Schwere Beine nach 45km?

Nicht der Rede wert, wenn Singletrails der Sonderklasse warten – da muss man einfach andrücken! Nach knapp 9:30h erreichten wir unseren Ausgangspunkt wieder, und fielen uns zufrieden in die Arme. Projekt „Groggarun“ DONE ;)

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DANKE JUNGS, das war echt a genialer Tag & besseres Wetter hätte es für UNSER Projekt nicht geben können!!!

Groggarun, 23.05.2015

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