Lawinensicherheitscamp – alljährliche Pflichtübung!

Schon seit Tagen kein Neuschnee, Temperaturen um die 10° plus, die aktuelle Wetterlage ist für uns Freerider nicht gerade einladend. Da hilft nur eins, die Zeit nutzen, und sich mit dem Thema Sicherheit im Gelände beschäftigen. Organisiert vom Fischer „White Crest Team“ hat heute hierzu ein Lawinensicherheitscamp am Dürrnberg bei Hallein stattgefunden. Ziel der Nachmittagseinheit war nicht die Geländekunde, oder aber das Erkennen von möglichen Schwachschichten anhand von Schneeprofilen, etc. (jedoch haben wir auch zu diesen Themen so einiges erfahren), sondern „ganz praktisch“ das Üben mit dem eigenen Gerät für den Ernstfall. Das richtige Hantieren mit dem Lawinenverschüttetensuch-Gerät (LVS), Sonde und Schaufel stand also im Vordergrund. Ein toller Event, hervorragend geleitet von Oliver Andorfer, der uns leider auch die eine oder andere Schwäche unserer doch ins Alter gekommenen Ausrüstung aufzeigte.

Im Praxistest zeigte sich, dass die Suche nach Lawinenopfern mit meinem knapp 10 Jahre alten LVS „Ortovox m1“ ungleich schwieriger ist, sobald es mehr als nur einen Verschütteten gibt. Auch Christina’s „PIEPS Freeride“ entpuppte sich als nicht schnell genug, da dieses Modell zwar eine Mehrfachverschüttung anzeigt, aber keine weitere Hilfestellung hierzu bietet. Neuere bzw. hochwertigere Geräte mit 3 Antennen-Digitaltechnik sind vorallem bei einer Mehrfachverschüttung unschlagbar. Einen „Treffer“ kann man markieren und wegdrücken und die Suche somit auf den nächsten Verschütteten fokusieren. Bei alten Geräten muss man mit mehreren gleichzeitigen Signalen manuell zu recht kommen – geht zwar, aber kostet Zeit! Der heutige Testsieger unter den anwesenden, aktuellen Modellen wie dem PIEPS DSP (hatte mit Software Problemen zu kämpfen), BCA Tracker DTS, und dem Mammut PULSE Barryvox war eindeutig das PULSE Barryvox, das jeden Suchdurchgang eindeutig gewonnen hatte.

Auch der Umgang mit der Sonde will geübt werden, damit man festen Boden bzw. Fels/Stein vom Mensch/Rucksack unterscheiden kann. Wie ein ABS Rucksack funktioniert und worauf man bei und nach der Auslösung achten soll wurde ebenfalls eindrucksvoll gezeigt!

Fazit: Die Teilnahme an einem Lawinensicherheitscamp wie jenem von „White Crest Team“ sollte für jeden Tourengeher und Freerider zur jährlichen Pflichtveranstaltung werden. Hin und wieder sollte man auch selbstständig das Suchen mit Freunden üben, um im Ernstfall gerüstet zu sein!!!

Ein DANK an dieser Stelle an Oliver bzw. dem White Crest Team für’s lässige Camp! Für Interessierte: Am kommenden Mittwoch findet auf der NAWI in Salzburg ein Lawinen Kolloquium mit dem Schwerpunkt Freeride statt!

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