Läuferknie? MRT unauffällig

Ja, das habe ich geahnt, als ich im lautstark klopfenden MRT Gerät lag: der Meniskus ist es nicht. Und damit gibts positiverweise vorerst keine Schnippelei, aber eine schnelle Lösung meines Knieproblems scheint auch nicht in Sicht.

Der Reihe nach: Nach dem ersten Lauftreff dierser Saison Anfang März konnte ich nach einer Stunde laufen beinahe nicht mehr gehen. Am nächsten Tag bin ich mit schmerzverzerrtem Gesicht die 1,5km in die Firma gekrochen. Nein, es gibt keine Fotos von mir auf allen Vieren! Die Stiege in den ersten Stock musste ich mittels Lift umgehen. Ein Termin beim Orthopäden ergab nix Genaueres und besagtes MRT wurde angeordnet. Na ja, nun bin ich nicht schlauer, aber ich hab mal 10 Physiotherapie-Einheiten verschrieben bekommen. Nach meinem Skidaumen nun also ein Läuferknie? Warten wir’s ab.

Wechten, Obertauern und ein Bruchpilot

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Der Bruchpilot bin übrigens  ich. Und nein, es gibt kein Foto davon! Hier nur die „schönen“ Fotos!

Gestern habe ich in Obertauern zwar nicht den Rekord bezüglich Anzahl meiner Stürze an einem Skitag gebrochen, allerdings die Grenze der Schmerzhaftigkeit deutlich überschritten. Und da war mein Kopfüber im Baum hängen in Zauchensee noch richtig spaßig im Vergleich.  Selbst das tiefblau Knie Tage danach war eine Kleinigkeit. Aber ich fang mal von vorne an: Obertauern präsentiert sich derzeit prächtig verschneit. Von Samstag auf Sonntag gabs wieder eine pulvrige Schicht oben drauf, obwohl diese an ausgesetzten Stellen ziemlich verblasen wurde. Das merkten wir gleich, als wir Gamsleiten 2 unter den Lawinenverbauten lauter Steine und keine Spuren vorfanden. Auf dem schneegepressten Schnee geht der Kästle wieder wie die Feuerwehr. Das war dann der Grund für Köpfler Nummer eins: über die windgepressten Wechten. Die kalte Nordseite links liegen lassend grasten wir beim Kringslift die Hänge ab. Rudi holte sich nach der ersten Abfahrt gleich einen „gscheiden Ski“ (Anm. den Kästle MX78), weil der kurze Atomic Slalom Ski im Pulver natürlich nicht das ideale Werkzeug ist. Beim Hundskogellift merkte man schon, dass die Sonneneinstrahlung ihre Wirkung getan hatte. Relativ harte Angelegenheit. Aber ich fand super unverspurte Teile, wunderte mich auch gar nicht darüber und ließ meinen Ski laufen. Und dann… war der Hang aus. Meine Ski fuhren über die 1,5 m hohe Wechte, blieben im Schnee stecken, während es mich noch mal 5m zu Köpfler Nummer 2 schleuderte. Auweh – schmerzhafte Angelegenheit für meinen Nacken und meinen linken Arm. Mitti und Roland klaubten mich und meine Ski wieder zusammen – gut, dass Mitti vergessen hat, ein Foto von dem Abflug zu machen. Dann hatte ich genug Flugstunden für einen Tag beisammen. So, und jetzt starre ich gerade aus (Kopf drehen funktioniert eh nicht) und warte auf Neuschnee und das nächste Wochenende. Hurra.

Obertauern, 08.03.2009

Rückrufaktion von Atomic Ski Bindungen

Wenn man beim carven plötzlich nur mehr mit einem Ski unterwegs ist, kann dies mehrere Gründe haben. Eine übersehene Bodenwelle, eine schlecht bzw. falsch eingestellte Bindung oder aber einfach zu viel Schnee an der Schuhsohle – alles plausible Erklärungen. An eine gebrochene Bindung jedoch glaubt man erst dann, wenn man den heftigen Sturz glimpflich überstanden und die Einzelteile der Bindung zusammen gesammelt hat.

Genau dieser Alptraum ist einem guten Skifahrer unseres Bekanntenkreies vor kurzem wiederfahren. Seine „Atomic Race 412“ hat den Belastungen nicht mehr Stand gehalten und ist im Fersenbereich gebrochen. Der klarerweise folgende Sturz ist glücklicher Weise glimpflich verlaufen.

Gebrochener Fersenteil einer Atomic Race 412 Bindung

Dass es seit Mitte Dezember eine Rückrufaktion für einige Atomic Bindung gibt, haben wir leider nicht mitbekommen. Damit weitere Stürze verhindert werden hier nochmals der offizielle Hinweis:

Die Atomic Austria GmbH und ihre Vertriebspartner führen einen vorsorglichen Rückruf aller in den Jahren 1998 bis 2002 produzierten Fersenteile der Modelle 310, 311, und 412 von ATOMIC Race, Xentrix, Device, Centro und ADX, RD10 sowie des Modells 412 von DYNAMIC durch.

Besitzer der angeführten Bindungsmodelle können die Fersenteile ab sofort kostenfrei im Fachhandel austauschen lassen.

Bei den Fersenteilen dieser Bindungen kann ein Riss auftreten, der in Folge zu einem vorzeitigen Auslösen der Bindung führen kann. Somit besteht die Gefahr eines Sturzes des Skifahrers. Daher dürfen diese Bindungsmodelle nicht mehr verwendet werden.
(siehe auch www.atomic.at)

Interessant an der ganzen Geschichte ist auch die Tatsache, dass Atomic bereits vor Jahren im Rennsport die „412 Race“  modifizierte, indem im Fersenbereich die betroffenen Plastikteile durch Metallteile ersetzt wurden.

„Heiligabend“ – Statt Pistenzauber gab’s heute einen Besuch im Krankenhaus

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Heiligabend – traditionell nutzen wir den Vormittag zum Skifahren, da an diesem Tag nur wenige Skifahrer den Weg auf die Piste finden. Die Wettervorhersage war gut, die gestrigen Pistenverhältnisse ausgezeichnet, einem erneuten, traumhaften Skitag stand also nichts mehr im Wege.

Fast nichts – da war doch noch die Geschichte mit Christina’s schmerzhaften Daumen. Wie bereits berichtet, hatte Christina gestern ja einen etwas unsanften Zusammenstoß mit einem weiteren Skifahrer und daraus resultierend Schmerzen im linken Daumen. Erste Google Recherchen zeigten bereits gestern Abend in Richtung Skidaumen, wir hofften jedoch auf Besserung. Nachdem heute morgen die Schwellung noch stärker war als gestern, und sich zusätzlich der ganze Daumen grün/blau gefärbt hatte, entschieden wir uns für einen Ambulanzbesuch im Krankenhaus.

Ohne ein Röntgenbild diagnostizierte der Arzt bereits eine Bänderdehnung und nahm das erste Mal das Wort Gips in den Mund. Welcher Schock – Christina fürchtete sich bereits vor einer längeren Skipause und bombardierte den Arzt mit Fragen über Möglichkeiten dennoch Ski zu fahren. Dieser meinte, eine Woche Gips und danach ein Spezialverband, mit dem man bereits wieder skifahren könne, sei das maximal Mögliche. Ein Röntgen sei aber zur Absicherung der Diagnose auf alle Fälle durchzuführen.

Das Röntgen zeigte jedoch nicht nur eine Bänderdehnung, sondern auch eine Knochenabsplitterung. Das Resultat (siehe Foto oben) muss jetzt zwei Wochen lang getragen werden und wird im Anschluss durch einen kleineren Gips (Handgips) für weitere zwei Wochen ersetzt. Für die kommenden vier Wochen ist also an Skifahren nicht mehr zu denken – ein nicht sehr schönes Weihnachtsgeschenk hat dieser deutsche Pistenrowdy Christina hinterlassen, und hat sich noch dazu aus dem Staub gemacht.