Watzmannüberschreitung 2011 – eine spontane Entscheidung


Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt! Genau nach diesem Motto ist mein Testlauf auf den Watzmann vergangenen Freitag verlaufen. Als Vorbereitung für den Dolomitenmann hatte ich einen Testlauf von der Wimbachbrücke auf das Hocheck, dem ersten der drei Watzmanngipfel, und wieder retour geplant. An die Überschreitung hatte ich wegen meiner späten Startzeit (14:30 Uhr), sowie der Wettervorhersage (Wind!) erst gar nicht gedacht, stehen bei der Überschreitung doch 2400hm, 22km, und von denen wiederrum 3km über den ausgesetzten Grad mit Kletterpassagen, am Programm. Weiterlesen →

Transalp – es braucht einen (Trainings-)Plan!

Wie an dieser Stelle vor einiger Zeit verlautet, gibts ja in diesem Jahr einige sportliche Ziele. Derzeit plant Bernd bereits intensiv die Route für unser Transalp-Projekt. Ich bin mehr damit beschäftigt, einerseits diverse Trainingslager zu organisieren und andererseits mich auf dieses Projekt einzustellen. Nicht nur meine Haxen brauchen noch eine Portion Muskelkraft, auch die Ausdauer muss noch um einiges gesteigert werden. Weiterlesen →

Auf den Untersberg in aller Früh

Schon seit Jahren habe ich mit dem Untersberg noch eine Rechnung offen. Beim ersten Aufstieg – es war der 26.Oktober 2006 – hatte es nämlich schwül-heiße 30 Grad und ich bin eingegangen wie ein Primerl ohne Wasser. Über 3h brauchte ich damals auf den Gipfel. Bernd und Mittis Trainingsberg liegt aber nun einmal vor meiner Nase und die 2-3 wöchentlichen Untersberg-Touren der Jungs tun ihr übriges dazu, dass ich die Rechnung endlich beglichen haben möchte! Heute Früh 5:45 erbarmungslos holt einen der Wecker aus dem Tiefschlaf. Nur das Aufstehen ist mühsam, danach funktioniert der Körper eh schon leicht automatisiert. Um 6:45 starten Bernd, Mitti und ich in Glanegg. Mein Plan: Ich geh so weit, bis mich die Jungs herunter wieder eingeholt haben. Ich rechne nicht, weiter als kurz aus dem Wald zu kommen. Doch dann läuft alles anders. Die Beiden sind gleich einmal auf und davon, aber nach den ersten Stufen gehts auch bei mir zügig dahin. Bis zu den elendigen Leitern düse ich entpannt bei zwei Wanderern vorbei. Die erste Aussicht auf Salzburg um 7:30 belohnt das Schwitzen und weiter gehts Richtung Wand hinauf. Kurz vorm Taxacher Kreuz hör ich jemanden quatschen und zack da sind die Beiden wieder. Mein erklärtes Ziel ab da: unter 2h30 will ich auf den Gipfel! Um 9:05 steh ich oben und kann mir ein Grinsen nicht verkneifen! 2h20min – der Untersberg und ich werden eventuell noch Freunde! Hinunter hab ich übrigens die Gondel genommen und die Jungs damit auch fast wieder eingeholt!

Fotos Untersberg, 02.08.2010, 9:05

(teilweise mit dem iPhone – Qualitäts-)

Trends in der Outdoor-Branche

In diesem Jahr hab ich es endlich auf die „Outdoor“ an den Bodensee geschafft! Die Messe ist etwas kleiner, überschaubarer und auch gemütlicher als ihr Winter-Bruder, die ISPO. Hauptthemen sind neben Wandern und Klettern auch Trendsportarten wie Slacklinen, diverse Wassersportarten sowie Camping und Outdoorausrüstung im allgemeinen. So ein Messetag ist immer recht anstrengend, da ich einerseits die großen Hersteller gerne abklapper um zu sehen, was sich Neues tut, andererseits aber gerade die kleinen, versteckten Stände oft witzige Neuigkeiten präsentieren. Ich habe wieder einen ganzen Pack an Infos mitgenommen und werde diese in den nächsten Tagen hier im Blog aufbereiten.

Trend 1: Green Shape

Einer der auffälligsten Trends der Branche ist in jedem Fall die „grüne Hoffnung“. Fast alle Hersteller positionieren sich mit ökologisch korrekten Produkten bzw. Produktionsweisen. Leichter und robuster wird also nun auch noch um den Aspekt der Wiederverwertbarkeit erweitert. Vaude kooperiert neuerdings mit dem Membran-Hersteller Sympatec. Unter dem Motto „Reduce, Re-use, Recycle“ entstand eine eigene Kollektion. Damit soll Vaudes ökologische Vison auch in Produkten sichtbar gemacht werden. Auch Ziener, bekannt mit seinen Handschuhen, setzt bei der Bikewear für 2011 auf die Kooperation mit Sympatec. Umweltbemühungen auch bei Lafuma. Bereits 33% der gesamten Produktpalette wird aus recycelten Stoffen und Materialien produziert. Der schwedische Hersteller Fjällräven entwickelt ein umweltfreundliches Eco Shell Material aus Recycling-Polyester, frei von umweltschädlichem Fluorkarbon. Zusätzlich wird Transport und Herstellung „klimakompensiert“. Patagonia, Mammut – die Liste läßt sich noch fortsetzen – an all diesen Ständen verfolgt einen das Thema. Wie gut, dass Norrona auf Nachhaltigkeit setzt und an der eigenen Membran-Entwicklung feilt. Die Jacken sollen einfach viel länger halten – sehr vernünftig gedacht, von den Norwegern.
Überhaupt stellt sich die Frage, inwieweit der Trend hin zu „grünen Produkten“ beim Konsumenten schon angekommen ist. Natürlich sind Natur- und Outdoor Freaks die erste Zielgruppe, die sich für die Belange der Umwelt interessieren. Allerdings scheint mir derzeit das ganze Spektakel eher von den Marketing-Abteilungen inszeniert zu werden, da Produktfeatures irgendwann an die Grenzen stoßen. Leichter und funktioneller können Jacken bald ja wirklich nicht mehr werden! Nur noch teurer…
Begeistert bin ich allerdings von den Onsight Equipment Bags aus umweltfreundlichem Material, die mal „anders“ aussehen. Die Diamond Sporttasche wär was für Bernd – dann müßte er nicht immer meine Northface Taschen „ausleihen“! Und noch eine coole Idee: Vaude bringt eine eigene „Waldkindergarten“ Kollektion auf den Markt. Hochfunktionelle Komplettausrüstung für die Outdoor-Konsumenten von morgen!

Trend 2: Outdoor-Klamotten im Alltag

Outdoor-Mode ist cool und wird nicht nur am Berg getragen sondern ist auch alltagstauglich geworden. Neue, junge Nischensportarten wie Slacklinen tragen dazu bei, dass auch die „Jungen“ sich für Outdoor begeistern. Funktionelle Bekleidung ist gefragt! Peak Performance hat schon lange sportliche Bekleidung im Programm. Andere Hersteller versuchen diesem Trend nun Rechnung zu tragen. Luftige Shorts aus schnell trocknendem Material, dünne Regenjacken für Großstadtmenschen gleichermaßen wie Bergläufer. Besonders die neue Kollektion von Maloja ist mir ins Auge gesprungen. Sehr, sehr witzige Designs wie karierte Hemden mit Shorts und Kombinationen mit Loden – sportlich und stylisch zugleich. Am liebsten hätte ich gleich den ganzen Stand abgeräumt! Die gesamte Kollektion (derzeit noch 2010) kann man Online über sportschrank.de ordern.

Trend 3: Extrem-Sportarten

Sehr auffallend ist, dass sich alle Hersteller dem Thema Trailrunning widmen. Und es ist tatsächlich nicht nur meine momentane Fixierung auf diese Sportart. Lafuma hat gleich von Schuhen über Bekleidung und Rucksack das Thema sehr zentral positioniert. Alle Schuh-Hersteller (Tecnica, Keen, Meindl u.ä.) haben Trailrunning-Schuhe im Sortiment und thematisieren „Speed Hiking“. Salewa biete eine eigene Bekleidungslinie für Bergläufer, ultraleichte Karbon-Stöcke von Black Diamond (Ultra Distance) wiegen nur noch 270g und auch bei der Terrex Hybrid Jacke von Adidas spielt das Gewicht (320g -Damenmodel, 380g Herrenmodel) eine Rolle. Unterschiedliche Materialien die an die Temperaturzonen des Körpers angepasst wurden, zeichnen diese neue Entwicklung von Adidas aus.

Einige Eindrücke von der Messe (all Fotos by christina)

Almrausch im Rantental und im Prebertal

Die Wandersaison haben Bernd und Mitti schon seit längerem für eröffnet erklärt. Heute wars auch für mich soweit! Gemeinsam mit Rudi, Frieda und Waltraud hirschten wir von einem Tal ins nächste und zwar vom Rantental ins Prebertal (Kartenbeschreibung!). Von Krakaudorf aus gings zuerst mit dem Auto bis zum „Bahnhof“, einer Wegkreuzung, wo es links ins Prebertal und rechts ins Rantental geht. Mit dem zweiten Auto ersparten wir uns einen längeren Hatscher und fuhren gemütlich fast bis zum See im Rantental. Der Almrausch steht auf der Höhe gerade in voller Blüte und so mancher Wanderer ist heute in einen totalen „Almrausch“ verfallen! In den Rinnen liegt noch einiges an Schnee und zwei, drei Schneefelder mußten wir queren. Das saftige Grün wirkt neben den weißen Flecken gleich noch viel intensiver! Dazwischen leuchten blaue Enzianfelder und besagter Almrausch in kräftigem Pink. Während wir gemütlich vom Rantentörl weiter Richtung Prebertörl wanderten, juckte es Bernd schon. Vor, zurück, vor – und über den Grad hinauf und wieder im Laufschritt hinunter. Nachdem unser genialer Plan mit den zweiten Auto wegen eines „vergessenen“ Schlüssel nicht ganz aufging, gabs noch eine Extra-Runde für Bernd, die er in Rekordzeit absolvierte. Die Saison fängt gut an und ich freue mich schon auf weitere Projekte mit besagter Wander-Gruppe!

Fazit: Die Tour ist nicht extrem anspruchsvoll. Einige engere und ausgesetztere Passagen sind problemlos zu meistern. Die unberührten Täler (wir haben heute keinen Menschen getroffen – nur eine Gams, ein Murmeltier und jede Menge Frösche), Ausblicke auf die Niederen Tauern und hinüber ins Ennstal machen die Wanderung zu einem echten Genussprojekt!

Wanderung Ranten-, Prebertal, 27.06.2010