Königsseerunde – Suunto Ambit GPS Funktionen in Aktion

Beim Salzburger Bergfilmfestival 2009 hab ich die Dokumentation einer „Speedumrundung“ des Königssees im Nationalpark Berchtesgaden gesehen. Seitdem hab ich zwar zweimal die Watzmannüberschreitung gemacht, aber zur Runde um den Königssee hab ich noch nie angesetzt. Motiviert von Suunto Ambit Testkollegen, die in den letzten Wochen zahlreiche Trails am Königssee gelaufen sind (zum Teil mit unglaublichen Zeiten!), hab ich mich gestern für die Runde entschieden.

GPS Routing mit der Suunto Ambit:

Da der Königssee als Gebirgssee teilweise von steilen Felswänden umgeben ist, sollte man als „Fremdling“ die Route genau planen, um auch immer den richtigen Weg zu finden. Dank der GPS Funktionen meiner Suunto Ambit, die auch eine Routingfunktion im Featureset hat, hab ich gestern auf movescount.com meine Interpretation der Königsseerunde geplant.

Das Erstellen einer Route auf movescount.com ist schnell und leicht erledigt, setzt man sich doch einfach nach und nach Wegpunkte, die man passieren muss. Diese Wegpunkte sind frei wählbar, und können beispielsweise mit Namen und Wegnummern versehen werden.

Eine hochauflösende Karte am Tisch gibt zusätzliche Sicherheit in der Planung, muss aber dank der Ambit dann nicht mehr mit ins Gepäck. Beim Laufen wählt man dann einfach neben der normalen Trainingsaufzeichnung noch „Navigation“ und läuft einfach die Wegpunkte ab. Die Ambit zeigt Distanz, Richtung und Name des jeweils nächsten Wegpunktes an, und so wird man – vorausgesetzt man hat die Wegpunkte sinnvoll und richtig gewählt – sicher ans Ziel gebracht. Einfach und genial!!!

Königsseerunde:
Los geht es schließlich heute kurz vor 09:00 Uhr direkt am See. Zuerst vorbei an der Jennerbahn, dann über „Hochbahn“, „Königsbachalm“ , „Priesbergalm“ durch den „Stiergraben“ zum „Seeleinsee“ und hoch zum Dach der Tour dem „Hochgschirr (1950m)“. Es folgt der Abstieg durchs „Landtal“, und via „Röthsteig“ (extrem steil und nass!) bis in die Röth. Dann flach über „Fischunkelalm“ weiter zur „Salett-Alm“. Dort braucht’s dann GPS, oder eine gute Nase, ist doch der versteckte, nicht beschilderte „Viehsteig“ schwer zu finden. Diesen folge ich trotz Hitze und extremer Steilheit noch immer laufend bergauf zum „Hochstieg“ und nehme den Downhill nach St. Bartholomä in Angriff, wo ich eine kurze Pause und einen Teller Suppe in Anspruch nehme.

Danach geht’s noch mal richtig zur Sache, ist doch nach einer Laufzeit von 3:50h & 1600hm in den Beinen der finale Anstieg, der „Rinkendlsteig“ mit seinen steilen 850hm hinauf zur Kührointalm zu bewältigen, ehe es nur noch bergab, an der „Königsseer Rodelbahn“ vorbei zurück zum Ausgangspunkt geht.

Bei der Pause in St. Bartholomä ist mir aufgefallen, dass meine Drinkblase im Salomon Advanced Skin S-LAB 5 verdächtig voll ist, und ich bei der Hitze wohl etwas zu wenig Flüssigkeit zu mir genommen habe. Am Rinkendlsteig rächt sich das Ganze, und ich bekomme es nach den ersten 300hm mit einem „Ziehen in der Nierengegend = Dehydration“ und heftigen Krämpfen der Waden- aber auch Oberschenkelmuskulatur zu tun. Beides ist eigentlich für mich selten, aber jetzt hat’s mich voll erwischt. An Laufen ist jetzt nicht mehr zu denken, selbst gehen fällt mir schwer. Es bleibt mir nur übrig, das Tempo drastisch zu reduzieren, und die genialen Tiefenblicke auf den See, die der Rinkendlsteig preis gibt, zu genießen. Nach knapp 6:16h erreiche ich schließlich den Ausgangspunkt, und nehme ein wohl verdientes Bad im Königssee. Die Notiz des Tages lautet: „Trinken, trinken, trinken… daran muss noch gearbeitet werden!!“

Königsseerunde, 24.06.2012

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Bernd,

    Glückwunsch zu dieser tollen Runde.
    Der Rinnkendlsteig zwingt mich auch fast jedes Mal in die Knie und zeigt mir meine Grenzen auf, aber um so schöner ist das Gefühl, wenn man oben angekommen ist und es nur noch nach unten geht.

    Viele Grüße

    Steve

  2. Wow Bernd. Respekt für diese Leistung. Sieht wirklich sehr extrem aus, obwohl das Gefült bestimmt großartig ist, wenn man es geschafft hat.

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