Mein erster „echter“ Klettersteig – auf den Grünstein am Königsee

The Team

„The Team“

Bereits im letzten Jahr habe ich die ersten Klettersteig-Versuche am Gardasee unternommen. Eigentlich kämpfe ich ja mit Höhenangst, aber wenn ich „angeseilt“ bin, habe ich festgestellt, dann haut das auch im Kopf ganz gut hin. 

Klettern an sich ist aber nicht ganz meines. Es ist (Zeit-) aufwendig, man braucht immer jemanden, der mit einem mitgeht, und überhaupt überwiegt da dann doch eben mein Respekt. Meine Kletterschuhe liegen daher einmal getragen im Keller. Das Thema Klettersteig ist in meine Freundskreis aufgetaucht und durch meine erste zaghaften Versuche, habe ich gemerkt, dass diese Art des Klettern doch etwas für mich sein könnte. Aus dem Grund war der erste Step die Anschaffung eines ordentlichen Klettersteig-Sets – in meinem Fall von Black Diamond. Rund um Salzburg gibt es genügend Klettersteig-Möglichkeiten, die man auch einmal nach der Arbeit in Angriff nehmen kann. Beispielsweise der Grünstein beim Königsee im benachbarten Bayern. Mit meine Arbeitskollegen und ortskundigen Bergfexen fühlte ich mich halbwegs safe, den ersten „echten“ Klettersteig in Angriff zu nehmen. Bis man zum Zustieg kommt dauert es schon ein bisschen – erste Hitzewallungen bei den hochsommerlichen Temperaturen inklusive. Für den Anfang wählten wir den einfacheren Isidorsteig – angeblich A/B – so genau habe ich aber gar nicht gecheckt, sondern mich auf die Aussagen von Freunden verlassen.

„Ein bissl Kraft brauchst schon.“
„Das ist die einfache Variante – die schwierigen Stellen kannst du alle umgehen.“

Kurz nach dem Einstieg habe ich mich dann das erste mal leicht verflucht – so einfach stellte sich das Unternehmen dann für mich doch nicht dar. Zwei bis drei Stellen brachten mich ordentlich ins Schwitzen, aber ehrgeizig wie ich bin, hätte ich das in dem Moment nie zugegeben. Dank meines Kollegen, der knapp hinter mir die nächsten Optionen aufzeigte und dank meiner doch halbwegs guten Kondition (danke Crossfit Training!), meisterte ich die Herausforderungen aber sehr gut. Der Blick in die Tiefe taugt mir immer noch nicht, aber einfach immer vorwärts schauen und Step by Step sich hinauf arbeiten – das ist gar keine schlechte „Übung“. Irgendwann kommt die Sicherheit und obwohl ich „nur“ mit meinen Salomon S-Lab am herum kraxeln bin, fühlt sich das sehr gut und sicher an und mein neues Klettersteig-Set ist sowieso super. Die Aussicht Richtung Watzmann und Königsee ist dann die Draufgabe für diese lässige und entspannte Freitag Abend Tour. Insgesamt sind wir rund 4h unterwegs – wobei da auch die Einkehr mit eingerechnet ist. Mit Anfahrt und Zustieg sollte man aber sicher 5h einplanen.

Bevor wir den Wanderweg hinunter spazieren, kehren wir noch auf der Grünstein Hütte ein, die idealerweise am Weg liegt. Im Nachhinein, beim Checken der Route auf bergfex, stelle ich dann übrigens fest: kein einziges A auf diesem Klettersteig!

Fotos, Grünstein 10.Juli 2015 (Danke an unseren Fotografen Ben!)

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