Skitour auf den Preber hinterlässt fette Kästle Lines

Gipfelsieg – Preber, 2740m

Der Preber ist ein weit über Salzburg hinaus bekannter Berg an der Grenze zwischen dem Lungau und der Steiermark. Im Winter lockt er zahlreiche Ski-Tourengeher, im Sommer pilgern die Wanderer Richtung 2741m hohen Gipfel. Egal ob per pedes, laufend oder mit Tourenski: der Berg ist ein zacher Hund. Konstant wird der Anstieg steiler und steiler und der Gipfel ist eigentlich nie wirklich in Sicht. Nach dem ich den Berg von steirischer Seite schon seit Jahren besichtige, nahm ich gestern mit dem perfekten Material, einem Kästle Tourenski TX97, die 1200 Höhenmeter in Angriff.

Die breiten Ski unter den Füßen fühlten sich sofort vertraut an. Viel besser als die klassischen Spaghetti-Tourenski! Die leichte Bindung in Kombination mit dem, für die Breite, extrem leichten (1,5kg!) Ski lässt vom Geh-Komfort keinen wesentlichen Unterschied zu klassischen Tourenski merken. Die direkte Verbindung zwischen Schuh und Ski, begünstigt durch die minimalistische Bindung ist merklich angenehmer und kraftsparender. Während viele irgendwo in der Mitte des „never-ending“ Anstiegs w.o. geben,  ziehe ich direttissima Richtung Gipfel, muss aber irgendwann doch Tribut zollen. Im „Stop and Go“ Modus beobachte ich die Ski-Tourengeher, die im verspurten Firn ihre wackeligen „Jagaschwünge“ ziehen. Insgeheim muss ich grinsen, denn ich weiß: mit meinem fetten Kästle wird die Abfahrt ein wahrer Genuss! Nach 2:58h (die Bestzeit beim diesjährigen Preberlauf war übrigens 52 Minuten!!!) steh ich dann glücklich grinsend am Gipfel und genieße den Blick Richtung Kärnten. Der Wettergott ist uns wohlgesonnen, denn für die Abfahrt schaltet er den Scheinwerfer (die Sonne) wieder ein. Mit weiten, fetten Schwüngen gehts Richtung Tal. Im Augenwinkel sehe ich, wie wir staunend beobachtet werden.

Erstmals macht die Abfahrt nach einer Skitour so richtig Spaß! Mit meinem Technica-Freerideschuh hab ich perfekten Halt. Der Ski ist spurtreu wie von Kästle gewohnt und dennoch weich und drehfreudig. Den Firn zerpflüge ich so wie auf Schienen. Eine geniale Abfahrt! Im Tal bekomme ich den Grinser gar nicht mehr weg. Vom Preber leuchten zwei fette Kästle-Lines, die die „Jagaschwünge“ richtig blass aussehen lassen!
Die Skitour auf Alpintouren: Preber, 2741m – Aufstieg vom Prebersee

Fotos, Preber 23.03.2013

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