Erste Ausfahrt – auf den Johannishögl im benachbarten Bayern

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Ist ja eigentlich ganz unvorstellbar, aber heute gings auf die erste MTB Ausfahrt dieser Saison. Schuld wohl auch, aber nicht nur: der verregnete Mai. Auch wenn es Hunde geregnet hätte, ich musste heute raus! Dreiviertelhose, kurze Hose drüber, langärmlige Skiunterwäsche als T-Shirt, ärmellose Jacke und dünne Regenhaut drüber – und nein, mir war nicht zu heiß! Im Gegenteil. Die Handschuhe hab ich vergessen. Von der Haustür gings Richtung Saalach durch die Käferau und über die Grenze ins Bayrische, wo mich der Johannishögel anlachte. Das tut er eigentlich tagtäglich, wenn ich aus dem Fenster schaue und deshalb will ich schon länger mal von da oben Richtung Salzburg schaun. Beim ersten Versuch haben Bernd und ich uns verfahren. Mein zweiter Anlauf heute war zwar etwas überhaps, aber dennoch punktgenau! Zu Beginn fährt man eine asphaltierte Straße rauf, bevor dann die zweite Hälfte auf Forstwegen im Wald zurück gelegt werden kann. Die Aussicht Richtung Salzburg ist herrlich – bei Sonnenschein wahrscheinlich traumhaft! Vor allem wenn man dann auch den Watzmann sieht. Vorbei an der Reiter Alm (da solls angeblich ausgezeichnet zum Essen sein!) erreicht man relativ rasch den Johannishögl mit der Kirche drauf. Richtung Piding gehts richtig speedig hinunter (ein Tipp für Rennradler zum hinauf Schinden!). Monokultur ist zwar negativ, die Ansicht aber irgendwie genial. Gleichförmige Baumstämme rauschen wie Gitterstäbe an einem vorbei. Da musste ich glatt stehen bleiben und ein Foto davon machen! Nach rund 2 1/2 Stunden und ca. 400 Höhenmetern bin ich wieder in Salzburg.
Fazit:
Eine gemütliche Tour für einen Nachmittagsausflug inklusive kleinem Anstieg. Einige Einkehrmöglichkeiten am Weg (Reiter Alm, Johannishögl). Wem die Tour zu wenig ist, der kann geradewegs weiter auf die Stoiseralm fahren. Beim Ausgangspunkt in Anger kommt man vorbei! Und hier gibts eine detailierte Wegbeschreibung, wer nicht überhaps fahren möchte wie ich…


Johannishögl, 22.06.2010

Erste Materialtest: Biketour „Göllrunde“

Trotz schlechter Wettervorhersage und dunkler Wolken rund um Salzburg stand gestern zusammen mit Mitti die „Umrundung des Hohen Gölls“ auf dem Programm. Nachdem es sich bei der ausgesuchten Tour bereits um eine Runde mit über 2700 HM und knapp 61km handelt, wir noch dazu nicht vom beschriebenen Parkplatz sondern direkt von Salzburg aus starteten, dehnten wir die Tour auf gute 100km aus. Um nicht überflüssigen Balast zu schleppen, achtete ich beim Packen auf das Wesentliche, und konnte dabei auch gleich auf unsere neues Norrøna Equipment zurückgreifen. Sowohl die superleichte, wasserdichte Bikejacke fjørå, welche mich trocken durch den immer wieder aufkommender Regen brachte, als auch der für eine Tagestour völlig ausreichend Platz bietende Rucksack überzeugten im Härtetest. Beim Einpacken meines CamelBak’s suchte ich den Rucksack noch vergebens nach einer Fixierung für den CamelBak ab – diese wird aber aufgrund des Aufbaues nicht benötigt. Man kann seinen CamelBak locker und leicht bis auf den letzten Tropfen entleeren (war auch notwendig). Der gute Sitz – nicht störend bzw. einengend bergauf, aber super fixiert bergab – rundeten den tollen Gesamteindruck ab.

Trotz der superleichter Materialien – okay mein Bike mit ca. 13kg bietet Potential – verlangt einem die Tour sehr viel ab. Die Höhenmeter an sich, aber auch der extrem steile Weg zum Stahlhaus hinauf, zehrt an den Kräften. Insbesondere wenn man, nicht wie angegeben die Rossfeldstrasse zum Schluss, sondern zu Beginn absolviert, und somit den steilen Aufsteigt zum Stahlhaus bereits mit guten 1000 HM in den Beinen beginnt. Dafür wird man ab dem Stahlhaus – unbedingt einkehren und den Kuchen des Tages kosten – nach einer kurzen Schiebepassage mit einer traumhaften Abfahrt belohnt. Scheinbar hatten wir nach mehr als 7 Stunden Gesamtdauer noch nicht genug, und entschlossen uns daher, anstelle den Rückweg von Golling nach Salzburg entlang der Salzach zu wählen, für den erneuten Anstieg zum Dürnberg, den wir somit „ein zweites mal“ erklommen. Mitti’s neues GPS Teil (Garmin Oregon) – hilft eindeutig bei der Orientierung und auch beim Zeitsparen –  zwang uns quasi dazu ;)

Nach mehr als 9 Stunden, einer deutlich längeren und mit mehr Höhenmetern versehen Tour als geplant, endete die Tour mitten in Salzburg bei einem gemütlichen Bierchen…

Zur Route: Bis auf die An- bzw. Rückfahrt und den am Dürnberg gewählten Startpunkt sind wir diese Tour gefahren.

After work Bike-Tour auf den Gaisberg über die Glasenbachklamm

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Meine Bike-Motivation kennt derzeit keine Grenzen und so bin ich gestern früher aus dem Büro und hab mich in mein neues Bike-Outfit von Nalini geworfen um den Gaisberg zu erklimmen. Bernd und Mitti, voll im Trainigsstreß, waren von der Idee ebenfalls begeistert und so gings bei schweißtreibenden und gefühlten 30 Grad Richtung Elsbethen. Die Glasenbachklamm ist definitiv die nettere Route auf den Gaisberg als die vielbefahrene Asphaltstraße. Außerdem: Wozu hab ich sonst ein Fully?! Während ich die Tour eher entspannt anging, waren die Jungs kaum zu bremsen. Immer wieder verschwanden sie um mir dann einige Zeit später wieder entgegen zu kommen. Auf die Art und Weise legten sie rund 200 Höhenmeter mehr zurück. Mir reichten die 800 Hm völlig! Die Klamm ist derzeit spitze zu fahren, der Schotterweg bereitete mir null Probleme – am Gardasee bin ich viel wildere Trails aufwärts gefahren! Bis zur Ziestlalm gehts gut dahin, dann fängt das Leiden an – der letzte Anstieg hinauf über die Asphaltstraße zaht sich! Und meine Haxen werden schwerer und schwerer. Aber nach 1h40min bin auch ich oben angekommen – als eine von insgesamt drei (!!!) Frauen. Hinunter gehts über den extrem steilen Gersbergweg und meine Bremsen glühen ganz schön. Außerdem stellen wir fest: mein hinterer Reifen sieht schon ganz schön hergeschliffen aus und das nach 5 Touren. Halleluja, welche Materialschlacht!

Die kurze Hose von Nalini bewährte sich übrigens ausgezeichnet. Auch wenn ich schon zu hören bekommen hab, dass Fully und enge Radlerhose „gar nicht geht“ – vom praktischen Ansatz her ist’s einfach feiner. Und optisch ist es auch ok. Vielleicht gibts ja von Norrona passende Shorts? Auch die Investition in eine  ärmellose dünne Jacke von Haglöfs hat sich bereits ausgezahlt. Gerade zum Hinunterfahren ist die anschmiegsame Haut perfekt. Zusätzlich ist sie vielseitig einsetzbar: ob fürs Laufen oder beim Tourengehen oder eben auch beim Biken.

Die Routenbeschreibung für jene, die den Weg nicht finden gibt’s hier und hier auf der Map.


Fotos von der Gaisbergtour, 18.6.2009

Biketour auf die Jochalm im Bluntautal

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Auf Empfehlung eines mein.salzburg.com Users sattelten wir heute unsere Bikes und machten uns von Golling aus Richtung  Bluntautal auf. (Tourbeschreibung)
Das Tal ist herrlich und viele nutzen den zu Beginn flachen Weg für einen Spaziergang. Sobald die Spaziergänger weg sind wird es für die Biker spannend. Über unzählige Serpentinen schlängelt sich der Weg Richtung Jochalm während der Weg immer steiler wird. Beständig geht es im Wald dahin und man weiß nicht, wieviele Kehren noch folgen. Der Schotterweg kostet Kraft und bei 780 zurück gelegten Höhenmetern ist heute für mich Schluss. Die Abfahrt ist wieder mal ein Horror mit einem Bike ohne Federgabel. Ich fluche und kämpfe mich den steilen Weg wieder hinunter – das sollte doch eigentlich Spaß machen!!!

Und dann hör ich plötzlich ein lautes *pfffffff* und Bernd hat einen Patschn. Zwei Klebeversuche scheitern und als wir bereits ein Stück geschoben haben, bleiben zwei nette Biker stehen und geben Bernd einen Schlauch. Eine Stunde hat die Aktion gekostet und verspätet klingt der Tag am Fuschlsee aus.

Bluntautal, 10.08.2008

Rund um den Untersberg

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Auch ein querdenkendes Hirn braucht einmal Pause! Die Skitage, an denen ich meine Batterien aufgeladen habe sind ja leider für die nächste Zeit vorbei. Daher brauchte ich für das Pfingstwochenende ein Alternativ-Programm: mein Mountainbike wurde „entwintert“! Am Samstag reichte eine gemütliche 20 km Tour mit Pause beim Gasthof Pflegerbrücke – sehr zu empfehlen übrigens.

Der Sonntag war nicht mehr ganz so gemütlich, denn ich wollte bei herrlichem Frühsommer Wetter den Untersberg umrunden (ca. 60km). Die Straßenvariante kenne ich bereits und so stellte sich Bernds Orientierungslosigkeit als glücklicher Zufall heraus. Wir fanden einen herrlichen Waldradweg von der Straße Großgmain Richtung Grödig. Über Hallthurm und Wolfschwang gelangten wir nach Bischofswiesen und ich muss hier festhalten: ein richtig nettes Fleckchen mit traumhafter Aussicht auf den Watzmann (noch unter einer dicken Schneedecke). Bis nach Berchtesgaden gibt es sehr nette Radwege, teilweise enge Routen den Berg entlang und damit recht abwechslungsreich. Von Berchtesgaden nach Marktschellenberg wehte uns kräftiger Gegenwind ins Gesicht – für meine müden „Haxen“ der sichere Tod. Und der Wind wurde auch auf den letzten Kilometern nicht weniger – beim Flughafen hatte ich das Gefühl, gleich abzuheben!

Daheim hatten wir 58 km Distanz am Tacho – gar nicht so schlecht für die erste Tour!

Unsere Route


Größere Kartenansicht

Hier gibts die Fotos

Rund um den Untersberg, 11.05.2008