Mölltaler Gletscher – Trainingsberg im Süden, nicht nur für Slowenen!

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Der Mölltaler Gletscher ist immer wieder die weite Anreise wert! Heute von Krakaudorf aus in 1h45min erreicht, fetzten wir um 10 Uhr schon die Trainingsstrecke hinunter. Slowenien muss heute leer gewesen ein, zumindest Skifahrer leer. Die waren nämlich alle am Mölltaler trainieren und versperrten am Vormittag eine der Autobahnpisten am Gletscher mit ihren Stangerln. Auffällig ist die Schneelage im Verhältnis zum Kitz: es ist zwar schon alles weiß, aber man merkt, dass der Süden noch nicht so viel Schnee ab bekommen hat. Dennoch sind die Pisten perfekt griffig und es machte heute richtig Spaß zu „hobeln“. Selbst Bernd zeigte sich begeistert und packte den langen Blizzard RTL Ski aus. Durch die Föhnwetterlage waren auch die Temperaturen extrem angenehm und eine kleine Klettertour aufs Schareck  (3122m) an diesem Tag so gemütlich, dass wir gleich ein Fotoshooting machen mussten! (Normalerweise bläst einem da eine eher steife und kühle Brise entgegen!) Die Abfahrt Richtung Sportgastein wurde von Bernd übrigens auch schon aus gemacht – es kann nicht mehr lange dauern, dass zumindest wir den Zusammenschluss der beiden Skigebiete feiern!

Mölltaler Gletscher, 14.11.2009

Mölltaler Gletscher bei Minus 16 Grad

Eisige Temperaturen und strahlender Sonnenschein begrüßten uns am Mölltaler Gletscher. Die geniale Gletscheridee hatten an diesem, im Tal trüben, Samstag nicht so viele. Die Pisten waren recht leer, was uns tolle und vor allem rasante Abfahrten bescherte. Allerdings brauchte ich wieder zwei Einkehrschwünge um meine Eispfoten zu wärmen. Meine Vermutung erhärtete sich, dass meine Leki-Handschuhe (gerade mal zwei Winter alt) nicht mehr richtig wärmen. Das Leder ist total in Ordnung, aber der Innenhandschuh ist schon total dünn und hat Wärmewirkung gleich null. Ein Punkt, den ich beim nächsten Kauf beachten werde: gscheides Innenfutter.

Die breiten Gletscherpisten sind derart toll präpariert, dass auch am Nachmittag immer noch alles autobahnglatt ist. Leider sind abseits der Piste alle feinen Pulverhänge schon verspurt. Bernd findet immer wieder kleine Schneefelder und ich merke, wie die Kraft noch ein bisschen fehlt. Teilweise ist der Schnee windgepresst, dann wieder pulvrig – mit dem Kästle ist das alles kein Problem. Der Ski schluckt einfach alles!

Einen Trainingslauf gibts unterhalb der Gondel, im bis zu 70 Grad steilen Hang. Die von der Gondel begutachtete Strecke ist plötzlich doch ein bisserl steiler, kein Problem für mich… ;)

Während wir am Gletscher herumhobeln, besteigen einige Skitourengeher den Sonnblick, teilweise in beachtlicher Schnelligkeit. Und ein Snowboarder stampft am Nachmittag eine Steilrinne hinauf, um am Ende eine perfekte Line in die Rinne zu setzen, die sich Bernd den ganzen Tag ausgeschaut hätte.

Sonnblick – Ich kann’s nicht lassen ;)

Gut – nachdem in den letzten Tages das Bike dominierte, war’s wieder Zeit für richtig viel Schnee. Als Ziel für die Frühjahrs-Skitour wählten Papa und ich den 3105m hohen Sonnblick im Raurisertal. Für mich eine echte Erstbesteigung, und so staunte ich nicht schlecht, als wir gegen 07:00 Uhr am Parkplatz kurz vor dem Naturfreundehaus „Kolm Saigurn“ fast keinen freien Parkplatz mehr erwischten. Pfingstferien, Kaiserwetter und noch ausreichend Schnee resultierte in hunderte von Tourengehern, die in Richtung Sonnblick, Hocharn und Schareck unterwegs waren.

Irgendwie waren alle vor uns aufgebrochen, was wir aber brav mit hohem Tempo und kurzen Pausen gut wettmachen konnten. Die klassische Aufstiegsroute folgend, gings via Barbarafall – Neubau – Rojacherhütte – Gletscherstück bis zur Wetterstation am Hohen Sonnblick. Dabei wurden zahlreiche „Frühstarter“ überholt und damit unser schlechtes Gewissen doch zu spät gestartet zu sein beruhigt. Nach 3h erreichten wir den voll belagerten Gipfel mit der imposanten Wetterstation.

Noch mehr interessierte mich jedoch das möglicherweise „nächste Projekt“ – der Hocharn, der sich ebenfalls von seiner besten Seite zeigte.

Hocharn

Ebenso entdeckte die Steilrinne, die vom Sonnblick Gipfel geradewegs ins Raurisertal führt. Noch dazu konnte ich alte Spuren ausmachen, woduch meine Neugier weiter gesteigert wurde. Hmm, hätt ich nur meinen Kästle bei mir… Früher oder später wird es einen Aufstieg und eine Abfahrt durch die Steilrinne vom Sonnblick geben – soviel ist sicher. Tini, Mitti, Peda – auch dabei ???

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