Lissabon Marathon – eine Reise wert?

20141005-lissabonmarathon-5Mein Sportjahr 2014 hat mit einem – rein persönlich gesehen – tollen Skitouren-Ergebnis bei der Mountain Attack 2014 begonnen. – Was ist den läuferisch gesehen 2014 noch möglich, wenn ich bereits im Jänner beim Skitourenrennen eine tolle Performance bringen kann? Bereits während dem Zieleinlauf der Mountain Attack habe ich begonnen, erste Trailrunning-Pläne für die Sommersaison 2014 zu schmieden. Soll ich die Salomon 4 Trails wiederholen, mir einen Partner für den Teambewerb Salomon Transalpine Run suchen, den Wings for Live World Run packen oder – noch „weiter“ gedacht – einen ersten echten „Ultra Trailrun“ ins Auge fassen???
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Salzburg AMREF Marathon – Ein voller Erfolg

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Bei der gestrigen Startnummernabholung für den Salzburg AMREF Marathon gab es zwischen Tina, Christina, Mitti und mir eigentlich nur zwei Themen. Wie wird das Wetter bzw. welche Kleidung wäre optimal und welche Zeiten werden von den Einzelnen angepeilt? Auch bei der Verkostung des traumhaften Käsekuchens von Christina gab es keine weiteren Themen.

Heute morgen begrüsste uns ein verregnetes Salzburg mit 6 Grad Lufttemperatur und leichtem Wind – nicht gerade ideal für Halb- bzw. Marathons. Trotzdem starteten Tina und Mitti voll motiviert beim Halbmarathon, Christina nahm nicht weniger motiviert als Schlussläuferin der Fantastic Four an der Marathonstaffel teil. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Tina erreichte mit 1:29:53h den hervorragenden 3. Rang (Halbmarathon Damen) und strahlte vom Siegerpodest – Gratulation! Mitti pulverisierte seine bisherige Bestzeit im Halbmarathon und schaffte mit 1:21:21h den 36. Gesamtrang und Platz 10 in der M-30! Die Fantastic Four blieben mit 3:44:48 deutlich unter der 4h Marke, weswegen wir den Zielsprint von Christina beinahe verpasst hätten – aber nur fast!

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Ich selbst hatte nach meinem verhinderten Wienstart den Marathon im Visier. Meinen ersten und gleichzeitig letzten Marathon in der Ebene (dazwischen gabs einen Start beim Kaisermarathon mit 2000hm) bin ich 2005 beim Vienna City Marathon gelaufen. Damals bin ich ab Kilometer 29 mehr gegangen als gelaufen, und mit einer Stop&Go Taktik auf 3:43h gekommen. Entsprechend groß war der Respekt heute, auch wenn ich wusste, dass ich zur Zeit deutlich besser trainiert bin als 2005. Wie immer gings mit hohem Tempo los, und die ersten Kilometerzeiten machten mir sorgen – 3:58min, 3:55min, 4:05min – hatte ich doch zwischen 4:20min und 4:30min pro Kilometer geplant. Ich fühlte mich aber sehr, sehr gut und auch die Gruppe in der ich ab Kilometer 10 lief war sehr homogen, und so entschloss ich mich den ersten Halbmarathon mit ca. 1:30h zu laufen. Die Frage des zu hohen Tempos kam mehrmals auf, ein Blick auf meine SUUNTO tc6 beruhigte jedoch – der Puls war im grünen Bereich.

Auf der zweiten Runde wurde es deutlich ruhiger auf der Strecke, da sehr, sehr viele Starter Richtung Ziel beim Halbmarathon abbogen. Ich fühlte mich weiterhin gut und ich konnte einige Läufer überholen und zusammen mit einem Leidensgenossen auch an eine größere Gruppe heranlaufen. Leider zerbrach diese, als wir dran waren und es ging einsam weiter. KM38 – nach einer Stärkung an einer Labestation bekam ich plötzlich „Seitenstechen“, obwohl ich Seitenstechen eigenlich nicht kenne. Das Tempo etwas reduzierend und zugegebener Weise doch etwas erschöpft kämpfte ich mich die letzten Kilometer ins Ziel, welches ich mit 3:01:34h erreichte – jeah! Stolz bin vorallem auf den Rennverlauf (siehe Pentek Statistik), da ich auf der zweiten Runde nicht mehr überholt wurde (ein einziger Läufer konnte mich zurücküberholen) und einige Konkurrenten noch stellen konnte. Gesamtrang 36 und Platz 5 in der M-30 sind auch nicht schlecht!

Fazit: Wir alle hatten richtig Spaß beim Laufen und dank Roland, der bei dem Wetter tapfer durch Salzburg radelte gibts auch Fotos!

Salzburg AMREF Marathon 2010:

Am Start beim Salzburg AMREF Marathon

Nachdem aus der Teilnahme am Vienna City Marathon aufgrund meiner gebrochenen Rippe leider nichts wurde, habe ich mich heute für den Start beim Salzburg AMREF Marathon kommenden Sonntag entschieden.Vorrangiges Ziel ist klarerweise der Trainingseffekt, den die harten 42 km bestimmt mit sich bringen. Darüberhinaus interessiert mich aber auch mein aktuelles Leistungsvermögen. Dass der Marathon nicht leicht werden wird ist sicher, da mir vor allem noch einige lange Läufe fehlen, und ich im Training bei höherem Tempo jenseits der 2h noch Reserven verspüre.

Weitere Motivation ist klarerweise der Transalpine Run, da ich 2010 vor dem Start in Ruhpolding zumindest an einem offiziellen Marathon teilnehmen möchte! So wie es aussieht wird die maximale Teilnehmer Anzahl beim Transalpine Run auch heuer wieder erreicht, und die Streckenwahl dürfte diesmal äußerst interessant sein…

Salzkristall-Lauf 2009 – Fällt meine Bestzeit???

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So sehen Gewinner aus…

1:24:35h bzw. 4:01 min/km – über meine flotte Halbmarathonzeit vom Salzkistall-Lauf 2007 haben Mitti und ich schon öfters philosophiert. Damals hatte ich ideale Bedingungen vor gefunden, und auch meine Vorbereitung war nahezu ideal. Nicht ganz so ideal verliefen die Vorbereitungen 2007 wie auch im Vorjahr  für Mitti, der meiner Meinung nach eigentlich der stärkere Läufer von uns beiden ist. Zumindest auf den letzten Kilometern kann er immer wieder noch ein Etzerl zusetzten und die Konkurrenz damit zermürben. Vergleicht man aber die all-time Bestzeiten von uns, so bin ich mit jeweils 1:24 in Hallein und Graz trotzdem vorran. ;)

Erstmals seit Jahren störte diesmal keine Verletzung Mitti’s Vorbereitung und genau deshalb war ich heute umso mehr auf seine Halbmarathonzeit gespannt. Obwohl ich mit flotten 4:00 min/km die ersten Kilometer in Angriff nahm, konnte ich Mitti nur noch hin und wieder sehen. Zu schnell? Bricht er irgendwann ein?

Weit gefehlt! Als ich mit 1:26:38 in Anbetracht meiner wenigen Trainingskilometer durchwegs zufrieden ins Ziel kam, grinste mich ein strahlender Mitti mit einer FABELZEIT von 1:21:57 an. Meine 4:01 min/km wurden mit unglaublichen 3:53 min/km pulverisiert! Nochmals GRATULATION an dieser Stelle zur tollen Leistung!

Wie immer wurde der Lauf vom Team des Skiclubs Hallein ausgezeichnet organisiert! Ich bin sicher kommendes Jahr, schon auf Grund der tollen Athmosphäre, wieder dabei – welches Ziel ich mir stecken werde, wird nicht verraten! ;)

Salzkristall-Lauf, 21.6.2009

Die härtesten „gegangenen“ 2km beim qualvollen Finale des Kaisermarathons

„Wie komme ich auf die Hohe Salve noch rauf, ohne die Bergrettung zu bemühen?“- Diese Frage sowie ähnliche Gedanken prägten die letzten 2km meines ersten Kaisermarathons.

Dabei hatte der Tag gut begonnen, da ich mich erstmals in dieser Woche, nach einer leichten Verkühlung wieder fit fühlte. Auch die ca. 20 minütige Startverzögerung auf 10:50 Uhr (sollte kommendes Jahr bei der Berglauf WM 2009 besser nicht mehr passieren) konnten Mitti und mich nicht aus der Ruhe bringen. Auch die ersten, flachen Kilometer machten keine Probleme, wobei die Vermutung nahe lag, dass die erste Hälfte des Marathons (knapp 400 HM) mit 1:40 Stunden für unseren ersten Bergmarathon eindeutig zu schnell war. Dies mussten wir auch gleich am ersten der beiden Berge feststellen, den wir mehr „gegangen“ als gelaufen sind. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass ein hartes Finale drohte.

Aber es kam noch schlimmer: Nachdem ich am ersten Berg einen kleinen Vorsprung auf Mitti rausholen konnte, büsste ich diesen bereits auf den ersten Downhill-Kilometern (zwischen Kilometer 30 und 38 geht’s rund 500 HM bergab) wieder ein. Der Grund: Durch das Bergablaufen hatte ich mit hefigen Bauchkrämpfen zu tun, und musste nicht nur Mitti, sondern auch viele andere Läufer bergab vorbeiziehen lassen.

In dieser Phase dachte ich erstmals ans Aufgeben – kurz, aber intensiv. Schnell war jedoch das nächste Ziel gefasst, die Mittelstation der Seilbahn, dem tiefsten Punkt zwischen dem ersten Berg und dem Ziel auf der Hohen Salve. Ich war mir sicher, die Magenprobleme bergauf in Griff zu bekommen, und schleppte mich mehr gehend als laufend den Berg hinunter… zum Scheitelpunkt der Strecke.

Meine Theorie stellte sich auch als richtig raus, und so konnte ich mit beruhigtem Magen den letzten Anstieg auf die Hohe Salve in Angriff nehmen. Nur 3,5 Kilometer – die einem jedoch nach fast 40 Kilomtern in den Beinen gespickt mit saftigen 700 HM alles denkbar mögliche abverlangen.

Gehend – nein besser taumelnd gings bergauf. Zwischendurch blieb ich immer wieder stehen, bzw. setzte mich sogar zwei mal überhaupt für wenige Minuten hin, um nicht umzukippen und aufgeben zu müssen. Ans „Aufgeben“ verschwendete ich bei der letzten Labestation (bei 41 km) auch noch einige Sekunden, da dies der letzte Punkt mit einer für mich „sicheren Strasse“ war, bevor es erneut durch steiles Gelände Richtung Ziel ging.

Zum Glück erwartete mich am letzten Anstieg Christina (Danke!), die mich nochmals motivierte und schlussendlich ins sichere Ziel brachte – Ins Ziel nach meinem bisher härtesten Rennen…

Fazit: Zu schnell begonnen, den „Mann mit dem Hammer“ voll erwischt, aber tapfer gekämpft und nach 5:04 Stunden das erklärte Ziel erreicht. Mitti konnte mich übrigens um mehr als 10 Minuten abhängen und erreichte nach 4:53 das Ziel.

Offizieller Bericht vom Kaisermarthon 2008