Erste Etappe Transalpine Run 2010 – ein Testlauf

Noch 14 Tage bis zum Start des Transalpine Runs – höchste Zeit sich endlich mal eine Etappe näher anzusehen! Die Motivation hierfür liegt einerseits im Kennenlernen der Strecke, damit man es sich im Rennen besser einteilen kann, andererseits gehts aber auch um die Einordnung an sich – sprich wo liegen wir in etwa im Vergleich zur Konkurrenz. Referenzzeiten liefert hierfür die Ergebnisliste von 2008, wo auf derselben Strecke gelaufen wurde.

Aufgrund der Nähe zu Salzburg haben wir uns gleich für die Startetappe entschieden und sind von Ruhpolding (Deutschland) via Heutal/Steinplatte bis nach Waidring in Tirol gelaufen. Die letzten Kilometer bis nach St. Ulrich im Pillerseetal haben wir uns jedoch gespart.  Die heurige Startetappe, welche mit 1223hm die geringsten Höhenmeter aufweist, ist meiner Meinung nach als relativ „flach“ einzustufen, was sie dadurch aber nicht leichter macht. Nach gut 10km kommt ein steiler, aber relativ kurzer Anstieg, welcher aufgrund der traumhaften Landschaft (siehe Fotos) jedoch nicht wirklich wahrgenommen wird. Danach steigt es mal mehr oder weniger stark an, bis auf der Steinplatte angekommen, ein sehr, sehr steiler und schneller Downhill nach Waidring führt. Mitti hat sich hier bereits die Überholstellen eingeprägt, und ich hab versucht so gut es geht dranzubleiben…

Fazit: Die Startetappe nun zu kennen ist für meine Psyche sicher von Vorteil und auch die Motivation konnte ich damit nochmals heben. Die Siegerzeit 2008 für diese Etappe betrug übrigens unglaubliche 2:55h für 1200hm und 36km!

Fotos vom Test-Lauf am 19.08.2010

Trainingsumfang und Vorbereitung für den Transalpine Run

„Wie“, „Wann“ und vorallem „Wie viel“ trainiert ihr denn eigentlich für euren Lauf? Diese Frage bekomme ich zur Zeit relativ oft zu hören, und möchte ich hiermit versuchen zu beantworten.

Das „Wie viel“ lässt sich am besten mit einer kleinen Tablelle erläutern, die ich aufgrund der fehlenden Analysefunktion meiner Suunto SW (visualisiert die Daten leider nicht) selbst erstellen musste. Die Tabelle zeigt den Trainingsaufwand in Stunden, sowie die absolvierten Höhenmeter (aufsteigend) pro Kalenderwoche.

„Wann“ und „Wie“ haben sich im Verlauf stets geändert. Zu Beginn des Trainings stand noch stundenlanges Kilometerfressen, sowie der Geschwindigkeitszuwachs für den AMREF Marathon im Vordergrund. Zwischenzeitlich ging es dann ums Sammeln von möglichst vielen Höhenmetern. Seit letzter Woche versuche ich mit harten, aufeinanderfolgenden, mehrstündigen Trainingseinheiten die notwendige „Rennhärte“ zu erlangen. Aufgrund der Tatsache, dass die vorhandene, knappe Trainingszeit intensiv genutzt werden sollte, ist die Vielfältigkeit bei den Strecken leider nicht wirklich gegeben. Um nicht unnötige Zeit beim Hin- und Zurückfahren mit dem Auto zu verschwenden, starten Mitti und ich einfach von zu Hause aus und laufen beispielsweise auf den Gaisberg (25 – 30km, 800hm, 3h) oder seit neuestem einfach auch auf den Untersberg (> 25km, 1500hm, 4h) – klarerweise auch wieder zurück! So kommt es, dass ich diese Woche gleich drei Mal am Untersberg und noch dazu einmal am Gaisberg/Heuberg unterwegs war. Kommende Woche werde ich so gut es geht noch hart und ausdauernd trainieren, danach sollte es lockerer werden, um nicht völlig ausgepumpt in Ruhpoldig zu starten.

Die vielen Trainingsstundenund die dauerschweren Beine lassen mich mittlerweile den Tag X herbeisehnen, auch wenn vielleicht die eine oder andere Trainingswoche noch gut tun würde – oder doch nicht???

An dieser Stelle möchte ich mich im Besonderen bei Christina bedanken, die mich tatkräftig beim Projekt Transalpine-Run 2010 unterstützt. DANKE!

Das Leben eines Transalpine-Läufers

Die intensive Vorbereitung von Bernd und Mitti für den Event des Jahres war in den letzten Woche nicht nur auf unserem Blog Hauptthema. Auch in unserem Freundeskreis gibt es momentan selten ein Gespräch, das ohne Transalpine-Run auskommt. Schließlich sind es nur noch 29 Tage bis zum Start! Nicht nur die Jungs freuen sich schon, wenn es endlich los geht – auch ich bin mittlerweile heilfroh, wenn sie über alle Berge sind! In unserer Wohnung liegen derzeit Hundertschaften an Sportklamotten herum, der Trinkrucksack baumelt täglich am Balkon zum Trocknen, die Blase lehnt in der Küche nähe Abwasch herum, Sportriegelkisten stehen am Schreibtisch im Büro und die Salomon-Schuharmada bevölkert ebenfalls den Balkon. Das sind derzeit auch schon die einzigen Anzeichen dafür, dass ich unsere Wohnung nicht alleine bewohne! Von Bernd sehe ich ansonsten nämlich nicht viel. Gemeinsames Abendessen fällt regelmäßig aus, weil Bernd, kaum von der Firma daheim, auch schon wieder bei der Tür draußen ist. Gemeinsame Aktivitäten, wie die Biketour letztes Wochenende wollen geplant werden, damit sie auch ins Training passen. So ein Bewerb fordert nicht nur die Kondition der Teilnehmer, sondern auch die Geduld und Unterstützung der Partner im Hintergrund! Ich für mich glaube mal, dass ich diesen Job ganz gut meistere. Dennoch gut, dass es bald los geht…

Übrigens: das Foto ist schon mit meinem neuen Objektiv Nikon AF-S Nikkor 50mm 1:1,4G Objektiv aufgenommen! :)