Skitouren-Woche in Salzburg: Dürrnberg, Untersberg & Wieserhörndl

Mondscheintour auf den Dürrnberg

9.Feber, eine sternklare Nacht und Vollmond: das sind die besten Voraussetzungen für eine abendliche Mondschein-Skitour. Der Dürnberg bei Hallein ist wahrlich kein Geheimtipp mehr. Das merkten wir, als wir um 20:30 Uhr auf den Parkplatz bei der Liftstation fuhren –  völlig zu geparkt! In einer kappen Stunde steigen wir über zwei Anstiege Richtung Gipfel-Gasthaus. Unterwegs kommen uns einige Tourengeher entgegen – zweibeinige und vierbeinige! Die Vierbeiner kugeln nur so den Berg hinunter und die roten Blinklichter überholen sie beinahe. Ein echt witziger Anblick! Die Route führt abseits der Piste und somit gibts auch keine Probleme mit dem Pistengerät. Oben angekommen überrascht uns die brechend volle Hütte. Irgendwo müssen die Autobesitzer ja sein! Vor der Abfahrt zischen wir ein schnelles Erfrischungsgetränk hinunter. Um 23 Uhr sind wir schon wieder daheim – herrlich ausgelüftet!

Untersberg am Morgen
mittiuberg

Donnerstag, 12. Feber; Zeitig in der Früh starten wir Richtung Untersberg, um nach der Tour nicht allzu spät im Büro zu sein. Nach dem Schneefall der letzten Tage bedarf es auch zu Beginn keiner Tragepassage, wobei man beim Abfahren die „Umfahrung des Steilhanges“ wählen sollte – schon seiner Skier zu liebe. Am Gipfel wurden wir mit 10-15 Grad unter Null und heftigen Sturmböen empfangen, das Umziehen erfolgte also bei gefühlten -20 Grad. Trotz allem ein gelungener Start in den Arbeitstag, den wir sicher demnächst wiederholen werden… Jetzt ja bei noch mehr Powder.

Powder am Wieserhörndl
wieserhoerndl

Lawinenwarnstufe 4 im nördlichen Salzburg. Bis zu 60cm Neuschnee in den nördlichen Alpen. Selbst die Stadt Salzburg hat diesmal 10 cm ab bekommen. Den nebelig-trüben Samstag nützen wir für eine Tour durch Salzburgs Sporthäuser. Mitti und Bernd sind nach wie vor auf der Suche nach „ihrem“ perfekten Skischuh. Und ich finde endlich eine optimale Thermojacke von Northface, die perfekt unter meine dünne Norrona Jacke passt. Aber weil wir eben doch nicht ganz Ruhe geben können, entschließen wir uns in den Abenstunden, in die Gaißau zu fahren. Dort ist gestern im freien Gelände eine Lawine abgegangen (heute eine zweite) und hat zwei Menschenleben gekostet. Bernd, Mitti und ich spuren am Rand der Skipiste hinauf. Mitti im zick-zack Kurs gehend, verschwindet immer wieder mal im Powder am Rand. Entzückungsrufe sind von ihm zu hören! Selbst auf der bereits präparierten Piste liegen mindestens 10 cm Neuschnee. An einigen Stellen kommt der Schnee quer daher und der Wind bläst in den ungeschützen Bereichen auch mächtig. Der Baumeister der Windverfrachtungen schiebt derzeit einige Überstunden! Nach einem kurzen Waldstück kehren wir um. Es ist stockfinster und wir kennen den Weg nicht. All zu weit sind wir vom Gipfel aber nicht mehr entfernt. Die Abfahrt ist gar nicht so einfach – zumindest für mich mit meinen Tourenskiern. So blöd es klingt, aber es ist fast zu viel Schnee. Die Steilheit fehlt auch ein bisschen und im Dunkeln fährt es sich halt auch nicht so sicher. Wieder im Auto komm ich drauf, warum das Gefühl heute so seltsam war: Mit dem Gehmodus beim Skischuh kann das Fahren ja gar nicht lässig sein! Bernd und Mitti spielen sich mit ihrem fetten Kästle und verschwinden am Rand im Pulver. Was für ein perfekter Samstag Abend?!

Untersberg-Überschreitung: Vom Berchtesgadener Hochthron auf den Salzburger Hochthron

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Nachdem der August im Zeichen des Marathons, genauer gesagt, des „Hochzeits-Marathons“ (webcow & Martl) stand, nutzten wir das schöne September-Wetter für eine Bergtour. Schon seit langer Zeit schwebte Bernd eine Überquerung des Untersberges vor. Heute war der richtige Zeitpunkt!

Mein Auto parkten wir bei der Untersberg-Talstation und fuhren weiter nach Ettenberg (in Marktschellenberg rechts abbiegen und 5km den Berg hinauf bis zu einem Parkplatz). Eine Beschreibung findet sich auf Alpintouren hier. Die Temperaturen glichen heute eher denen auf einer griechischen Insel – bei mind. 35 Grad in der Sonne kämpfte ich mich den Berg hinauf. Teilweise rührte sich kein Lüfterl und mein T-Shirt war bald völlig durchgeschwitzt. Vom Störhaus (angeschrieben mit 4,5 Stunden, wir erreichten es nach ca. 3 Stunden) aus hat man eine herrliche Aussicht Richtung Dachstein, Tennengebirge bis hin ins Tirolerische – der Wilder Kaiser scheint zum Greifen nah zu sein. Durch die Föhn-Wetterlage war die Fernsicht nicht ganz so klar. Dafür fingen wir uns beide eine gesunde Farbe ein ;)

Vom Störhaus sind es angeschrieben ca. 3 Stunden bis zur Bergstation der Untersberg-Bahn. Trotz des „weiten Hatschers“ (rauf und runter ohne gröbere Höhendiffernez!) über das Untersbergmassiv inkl. Überquerung der Mittagsscharte (ca 150 Hm), erreichten wir nach 2 Stunden den österreichischen Hochthron.

Untersberg, 06.09.2008

Rund um den Untersberg

bernd um den untersberg

Auch ein querdenkendes Hirn braucht einmal Pause! Die Skitage, an denen ich meine Batterien aufgeladen habe sind ja leider für die nächste Zeit vorbei. Daher brauchte ich für das Pfingstwochenende ein Alternativ-Programm: mein Mountainbike wurde „entwintert“! Am Samstag reichte eine gemütliche 20 km Tour mit Pause beim Gasthof Pflegerbrücke – sehr zu empfehlen übrigens.

Der Sonntag war nicht mehr ganz so gemütlich, denn ich wollte bei herrlichem Frühsommer Wetter den Untersberg umrunden (ca. 60km). Die Straßenvariante kenne ich bereits und so stellte sich Bernds Orientierungslosigkeit als glücklicher Zufall heraus. Wir fanden einen herrlichen Waldradweg von der Straße Großgmain Richtung Grödig. Über Hallthurm und Wolfschwang gelangten wir nach Bischofswiesen und ich muss hier festhalten: ein richtig nettes Fleckchen mit traumhafter Aussicht auf den Watzmann (noch unter einer dicken Schneedecke). Bis nach Berchtesgaden gibt es sehr nette Radwege, teilweise enge Routen den Berg entlang und damit recht abwechslungsreich. Von Berchtesgaden nach Marktschellenberg wehte uns kräftiger Gegenwind ins Gesicht – für meine müden „Haxen“ der sichere Tod. Und der Wind wurde auch auf den letzten Kilometern nicht weniger – beim Flughafen hatte ich das Gefühl, gleich abzuheben!

Daheim hatten wir 58 km Distanz am Tacho – gar nicht so schlecht für die erste Tour!

Unsere Route


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Hier gibts die Fotos

Rund um den Untersberg, 11.05.2008