„Speed is your friend“

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Die gute Nachricht zuerst: Heute kein Sturz, kein Unfall, alles noch dran und nix abgeschürft. Nur die üblichen Kettenöhl Flecken, die meinen Wadel schnmücken und partout nicht mehr zum Entfernen sind. Die schlechte Nachricht: Ich glaube ich brauch ein Abo für den „Mut tut gut“-Kurs! Mein letzter Sturz hat doch wieder Spuren hinterlassen und das, obwohl ich mir kurz davor noch dachte: „So und jetzt Rolis Tipp beherzigen – Speed is your friend und hinunter mit Karacho!“. Nix da. Mein Freund ist dieser Mr. Speed nicht.
Heute war deshalb auch mehr uphillen angesagt, aber das ordentlich. 1065 Höhenmeter, 42 km um die Eckdaten der Tour namens Ponte del Passo zu nennen. Teilweise ging es über derart steile und vor allem lange Passagen hinauf, dass nur noch schieben möglich war und: nicht nur ich habe geschoben! Der Temperaturunterschied zwischen Meer und den Erhebungen im Hinterland ist wirklich markant und über die Waldwege merkt man den Herbst auch hier schon. Das Meer allerdings hat warme 23 Grad, ist glasklar und die perfekte Erfrischung nach so einer Runde. Wir genießen das „dolce vita“ und die extrem gut gelaunten und freundlichen Italiener. Morgen schaun wir mal, was die „Montecarolinianer“, bekannt auch als Monegassen zu bieten haben!
Ponte del Passo, Finale Ligurien #4

Auf den Monte Mao mit einem störrischen Esel

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Der zweiter Tag in Finalborgo steht wieder im Zeichen vom Kennenlernen des Gebiets. Der „Blue Bike Guide“ ist zwar sicher nicht die erste Wahl, aber er ist doch äußerts hilfreich, um geeignete Touren zu finden. Heute geht es über eine Asphalt Straße Richtung Monte Mao. Im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses stehen hier in Finale nicht die Anstiege, sondern die Abfahrten. Für mich zählen immer noch die Gipfel! Und die will ich aus eigener Kraft bezwingen! Das ist heute auch nicht wirklich das Problem, denn die rund 500 Höhenmeter kraxl ich hinauf wie nix, aber die Downhills…

Bernd hat gestern schon versucht, mir die Routen „vor zu schreien“ – also: „jetzt scharf links, dann kommt eine lange rechts Kurve“. Mein angedeuteter Sturz gestern (meiner Meinung nach ja nicht nenneswert!), wurde heute leider wieder einmal übertroffen. Nach dem uns eine Gruppe Downhiller überholt hatte, hats mich in einer völlig unspektakulären Kurve erwischt. Ich verstehe nach wie vor nicht, wie das passiert ist. Die einzige Erklärung wäre, dass es mir den Lenker (wieder einmal) verschlagen hat. Auf jeden Fall bin ich vorn über abgestiegen. Mein aufgeschlagenes Knie hab ich mutig im Meer gereinigt und gleich desinfiziert.
Mit dem störrischen Esel ist übrigens mein Canyon gemeint. Irgendwie wirft es mich gerne ab. Aber na gut, so lange der Esel noch das Radl ist…

Und noch eine Anmerkung muss ich hier fest halten: die „Konko-Bar“ in Finalborgo ist weltklasse! Nicht nur das Moretti Rosso schmeckt nach getaner Arbeit, sondern besonders die „Häppchen“, die ständig auf den Tisch gestellt werden. Ein wahrer Geheimtipp!

Finale Ligurien #2

Finale! Zum Biken und Erholen!

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„A broada Weg“ ist es von Salzburg nach Finale Ligure. Selbst wenn man von Kärnten die von Google vorgeschlagenen 712 km in d 6h 29min angeht, dauert es doch fast einen Tag. Egal. Schlußendlich sind wir hier, haben nach görberer Suchaktion auch unsere ziemlich witzige Unterkunft gefunden und den ersten Tag am Bike hinter uns.Finale ist unter Downhillern zu Recht äußerst bekannt. Aber auch Kletterer und „normalo-Biker“ finden hier einen tollen Abenteuerspielplatz! Ende September ist hier Nachsaison und das macht sich deutlich positiv bermerkbar: wenig Touristen, wenig los dafür chillige und sommerliche Atmosphäre. Die Temperaturen erreichen nämlich durchaus hochsommerliche Werte. Abends sitzt man gemütlich beim mezzo litro vino rosso draussen.  Bis auf diese fiesen Mückenattacken im Garten unserer Unterkunft (von dem aus ich grad blogge) alles „perfetto“.

Die erste Biketour führte uns heute gleich auf den Spuren des berühmt-berüchtigten 24h Rennens von Ligurien. Zuerst kämpften wir uns die wenigen Höhenmeter hinauf. Die Bilder sprechen Bände – also solche ausgewaschenen Trails hab ich noch nie gesehen! Selbst hinauf wars eine Herausforderung. Die Belohnung dafür um so genialer: entlang der hügeligen Kämme geht es entlang, das Meer immer im Blick! Sensationell! Trotz oder gerade wegen einiger Schiebepassagen konnte ich heute meine Erfahrungen aus dem „Mut tut gut – Workshop“ optimal umsetzen. Eine kleine Stunt-Einlage musste aber doch sein – heute mit Zuschauer Bernd. 3Sekunden auf dem Vorderrad balancierend versuchte ich mein Canyon abzubremsen – meine Haxen sind schwarz (Schmiere), blau und rot. Egal – so schaut Urlaub aus!

Finale Ligurien #1

Tag 1 in Königsleiten

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Zwei Stunden dauert die Fahrt von Salzburg über Zell am See nach Königsleiten im Pinzgau – a broada Weg also! Aber es zahlt sich aus! Auf 1600 Meter Seehöhe herrscht tiefster Winter. Der Ort liegt unter einer dicken Schneedecke, die Straße dient mehr zum Schlittenfahren als zum Autofahren und beim Anblick der Hüttensiedlung kommen weihnachtliche Gefühle auf, zumindest bei mir! Angi, Bernd und ich haben heute erste Schwünge in die tiefverschneiten Hänge gezogen. Ich hab dabei gleich ein kleines Schneebrett ausgelöst. Aber 1. hab ich gut reagiert und bin seitlich raus gefahren auf eine Kuppe und 2. war der Hang kurz und unten weitläufig. Trotzdem: da merkt man wieder mal, dass es wirklich schnell gehen kann. Die Liftanlagen haben schon ein paar Jährchen auf dem Buckel und man muss einiges an Zeit einplanen, um hinauf zu kommen. Genügend Zeit sich auszurasten, wenns nur nicht so saukalt wäre. Pauli’s Obertauern Aktion hätte ich heute auch beinahe wiederholt, hätte der Liftler nicht Mitleid mit mir gehabt.Wahrscheinlich hat er sich krumm gelacht, als ich umständlich zuerst meinen Rucksack und dann mich vom Sessellift befreit habe. Und nein Claus und Mäm: es gibt KEINE Fotos dieser Aktion, wirklich nicht!

Morgen Vormittag kommen Mitti und Peda – schau ma mal, wie lang die Anreise dauert oder beser gesagt: wann die Zwei aus den Federn kommen….

Erste Eindrücke aus Königsleiten, 20.03.2009

Auf den Monte Tremalzo am Gardasee

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Nach dem in unserem Hotel (übrigens echt ein Tipp!) am Sonntag Abend das WLAN nicht funktionierte, folgt nun verspätet der Bericht über unsere zweite Tour am Gardasee – auf den Monte Tremalzo. Biker kennen den berüchtigten Pass, Downhiller fahren mit dem Shuttle-Bus auf den Pass und über die alte Kriegsversorger-Straße die 12 km ins Tal – Spaß pur für wahre Downhiller!

Unsere Version: Über die Pass-Straße zur Passhöhe und dem höhsten Punkt, dem Tunnelportal in 1863 Meter Seehöhe geht es über eine der schönsten Lago-Routen talwärts. Die Schotterstraße verlangt Bike und Fahrer einiges ab! Mit einem nigelnagelneuen Felt Bike machte die Abfahrt auch mir größten Spaß! Nach 1300 Hm genoß ich den Spritz Aperol in der Winds Bar so richtig – hatte ich mir nach der Tour auch wirklich verdient!

Gardasee – wir sehen uns bald wieder!

Hier die Fotos von der Tour