Diagnose: Beinhautentzündung, schiefe Knie und (Therapie)Verdruss

Der Ärger begann vor 2 1/2 Monaten, als ich meine Laufsaison gestartet und den Pulver genossen habe. Zuerst rebellierte mein Knie, wie berichtet. Der Orthopäde schickte mich nach unauffälligem MRT zur Physiotherapie. Den wachsenden „Mugl“ an meinem linken Schienbein ließ ich zu der Zeit einfach links liegen. Er wurde härter und härter, besonders nach einem Skitag. Er begleitet mich nach wie vor.

Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich nur Knieschmerzen nach dem Laufen. Seit Beginn der Behandlung würde ich am liebsten meine Haxen austauschen! Von einem beleidigten Ischiasnerv angefangen bis nun zu echten Schmerzen in beiden Schienbeinen (nach der „Therapie“) – ich fühl mich uralt und mittlerweile echt genervt, weil ich bewegungsmäßig völlig unausgelastet bin! Nix tun ist einfach nicht meine Sache: Ich will mich endlich wieder bewegen!!!

Einziger Hoffnungsschimmer: Mein Bike sollte diese Woche kommen und biken ist das Einzige, was ich mit meinem ledierten Fortbewegungsapparat tun darf. Ach ja: und die Therapie ist diese Woche auch zu Ende …

Rückrufaktion von Atomic Ski Bindungen

Wenn man beim carven plötzlich nur mehr mit einem Ski unterwegs ist, kann dies mehrere Gründe haben. Eine übersehene Bodenwelle, eine schlecht bzw. falsch eingestellte Bindung oder aber einfach zu viel Schnee an der Schuhsohle – alles plausible Erklärungen. An eine gebrochene Bindung jedoch glaubt man erst dann, wenn man den heftigen Sturz glimpflich überstanden und die Einzelteile der Bindung zusammen gesammelt hat.

Genau dieser Alptraum ist einem guten Skifahrer unseres Bekanntenkreies vor kurzem wiederfahren. Seine „Atomic Race 412“ hat den Belastungen nicht mehr Stand gehalten und ist im Fersenbereich gebrochen. Der klarerweise folgende Sturz ist glücklicher Weise glimpflich verlaufen.

Gebrochener Fersenteil einer Atomic Race 412 Bindung

Dass es seit Mitte Dezember eine Rückrufaktion für einige Atomic Bindung gibt, haben wir leider nicht mitbekommen. Damit weitere Stürze verhindert werden hier nochmals der offizielle Hinweis:

Die Atomic Austria GmbH und ihre Vertriebspartner führen einen vorsorglichen Rückruf aller in den Jahren 1998 bis 2002 produzierten Fersenteile der Modelle 310, 311, und 412 von ATOMIC Race, Xentrix, Device, Centro und ADX, RD10 sowie des Modells 412 von DYNAMIC durch.

Besitzer der angeführten Bindungsmodelle können die Fersenteile ab sofort kostenfrei im Fachhandel austauschen lassen.

Bei den Fersenteilen dieser Bindungen kann ein Riss auftreten, der in Folge zu einem vorzeitigen Auslösen der Bindung führen kann. Somit besteht die Gefahr eines Sturzes des Skifahrers. Daher dürfen diese Bindungsmodelle nicht mehr verwendet werden.
(siehe auch www.atomic.at)

Interessant an der ganzen Geschichte ist auch die Tatsache, dass Atomic bereits vor Jahren im Rennsport die „412 Race“  modifizierte, indem im Fersenbereich die betroffenen Plastikteile durch Metallteile ersetzt wurden.

„Heiligabend“ – Statt Pistenzauber gab’s heute einen Besuch im Krankenhaus

gips

Heiligabend – traditionell nutzen wir den Vormittag zum Skifahren, da an diesem Tag nur wenige Skifahrer den Weg auf die Piste finden. Die Wettervorhersage war gut, die gestrigen Pistenverhältnisse ausgezeichnet, einem erneuten, traumhaften Skitag stand also nichts mehr im Wege.

Fast nichts – da war doch noch die Geschichte mit Christina’s schmerzhaften Daumen. Wie bereits berichtet, hatte Christina gestern ja einen etwas unsanften Zusammenstoß mit einem weiteren Skifahrer und daraus resultierend Schmerzen im linken Daumen. Erste Google Recherchen zeigten bereits gestern Abend in Richtung Skidaumen, wir hofften jedoch auf Besserung. Nachdem heute morgen die Schwellung noch stärker war als gestern, und sich zusätzlich der ganze Daumen grün/blau gefärbt hatte, entschieden wir uns für einen Ambulanzbesuch im Krankenhaus.

Ohne ein Röntgenbild diagnostizierte der Arzt bereits eine Bänderdehnung und nahm das erste Mal das Wort Gips in den Mund. Welcher Schock – Christina fürchtete sich bereits vor einer längeren Skipause und bombardierte den Arzt mit Fragen über Möglichkeiten dennoch Ski zu fahren. Dieser meinte, eine Woche Gips und danach ein Spezialverband, mit dem man bereits wieder skifahren könne, sei das maximal Mögliche. Ein Röntgen sei aber zur Absicherung der Diagnose auf alle Fälle durchzuführen.

Das Röntgen zeigte jedoch nicht nur eine Bänderdehnung, sondern auch eine Knochenabsplitterung. Das Resultat (siehe Foto oben) muss jetzt zwei Wochen lang getragen werden und wird im Anschluss durch einen kleineren Gips (Handgips) für weitere zwei Wochen ersetzt. Für die kommenden vier Wochen ist also an Skifahren nicht mehr zu denken – ein nicht sehr schönes Weihnachtsgeschenk hat dieser deutsche Pistenrowdy Christina hinterlassen, und hat sich noch dazu aus dem Staub gemacht.