In den Strassen von Buenos Aires – erste Erkundungstour

Plaza de Mayo

Nach rund 24h Reisezeit bin ich am Freitag Mittag gut in Bueons Aires angekommen. Dank Zeitverschiebung wurde der Ankunftstag auch richtig lang und von mir auch gleich genützt, um die nähere Umgebung zu checken.

Ich habe via Connecting Worlds Argentina ein WG Zimmer in Palermo Soho gemietet und wohne hier mit einer argentinischen Lehrerin – Clara – zusammen. Die Gegend ist richtig nett. Viele Bars und Cafes, kleine, alternative Gschäftln – genau so wie es mir taugt! Mit einigen wenigen Pesos in der Tasche, die mir Clara netterweise gewechselt hat, gings dann auch endlich zu einem wohlverdienten Abendessen. Englisch sprechen hier wenige bzw. auch wenn, dann sehr schlecht. Gut für mich! So muss ich mich mit dem Kellner auch mit Händen und Füssen unterhalten. Aber siehe da – es funktioniert! Mir werden auch immer Romane erzählt, denen ich lächelnd lausche und versuche, mir einen Reim draus zu machen. Nach 9h Schlaf bin ich dann heute schon um 6 in der Früh putzmunter. Aber ich bin in Südamerika und da ticken die Uhren tatsächlich ganz anders. So laut in der Nacht das Fussballspiel im Fernsehen aus der Nachbarwohnung war, so still ist es bis Mittag. Um 9 Uhr schlendere ich ziemlich alleine durch die Gegend. Die Marktstandln werden auch erst aufgebaut – undenkbar in Mitteleuropa! ;)

Am Nachmittag hefte ich mich an die Fersen der jungen deutschen WG Kollegin, die schon seit 2 Wochen in Buenos Aires ist. Sie zeigt mir auch, wie und wo ich am besten Geld wechsle. Eine schweißtreibende Geschichte! In Argentinien gibt es ja dank Wirtschaftskrise den Hang zum harten US Dollar. Dafür gibt es zum Teil auch einen anderen (eigentlich illegalen aber akzeptierten) Wechselkurs. Verhandeln und nicht über den Tisch ziehen lassen ist oberstes Gebot. Zumindest marschiere ich mit einem Packen Pesos (die nur von der Anzahl nach viel Geld aussehen!) hinaus. Neben dem berühmten Obelisken

Der Obelisk von Buenos Aires ist ein 1936 gebautes 67 Meter hohes Denkmal in der Stadt Buenos Aires. Der Obelisk wurde im Mai 1936 anlässlich des 400-jährigen Stadtgründungsjubiläums errichtet. Er befindet sich auf der Plaza de la República.

schlendern wir über den berühmten Friedhof in Recoleta, in dem auch Eva Peron „Evita“ begraben ist. Das besondere an den Mausolen: die Holzsärge sind sichtbar aufgebahrt, teilweise mit weißen Tüchern bedeckt und wirken richtig gruselig. Das „Herz von Buenos Aires“, der Plaza Mayo wirkt für die grosse Stadt recht unspektakulär und klein. Die Absperrungen rund um den Präsidenten Palast deuten schon darauf hin, dass es sich dabei um den zentralen Punkt für Demonstrationen handelt – und die finden hier offenbar sehr häufig statt. Daneben zeugen Plakate von der jungen, gewaltsamen Vergangenheit Argentinies. Tausende „Verschwunde“ sind dem Militär-Regim und dessen Foltermethoden zu zuschreiben.

Der Frühling hat hier gerade begonnen und so verhält sich das Wetter auch. Stechend heiß in der Sonne, der Wind, der vom Meer recht heftig herein wehen kann ist sehr frisch und gerade regnet es – wie im europäischen April also! Seltsamerweise findet man am Markt unserer Jahreszeit entsprechendes, lokales Obst und Gemüse. Mandarinen, Kürbise… ich werde dem mal auf den Grund gehen! ;) Morgen – wenn ich einen der größten Märkte in Buenos Aires besuche.

Buenos Aires, 28.09.2013

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