Mein Buchtipp im April

“Das Ende der Schublade – Die Macht der neuen digitalen Unordnung” von David Weinberger

Ob wir spazieren gehen, einkaufen oder uns unterhalten – ständig teilen wir die Lebewesen und Dinge, die uns umgeben, ein in verschiedene Kategorien: Bäume und Blumen, Milchprodukte und Gemüse, sympathische Menschen und unsympathische. So schaffen wir Ordnung und finden uns in der Welt zurecht wie in einer Bibliothek – alles hat seinen Platz.

Diese Ordnung kommt ins Wanken, sagt David Weinberger. Unser Denken in festen Kategorien führt uns auf Dauer nicht weiter, wir müssen lernen, mit Chaos, Unordnung und Unschärfe umzugehen. Nur so lässt sich verstehen, warum Projekte wie Wikipedia funktionieren, warum YouTube, Flickr und iTunes so populär und erfolgreich sind.

Das ist nicht weniger als eine Revolution: Denn auf einmal verlieren Experten ihre Macht, soziale Netzwerke werden immer einflussreicher, Kunden und Bürger entscheiden selbst, weil sie am besten wissen, was sie wollen. Jeder besorgt sich genau die Informationen, die er braucht, und bringt sie in die Ordnung, die ihm am besten nützt.

Ein faszinierendes Panorama der digitalen Welt von einem der profiliertesten Internet-Vordenker.

Über den Autor
DAVID WEINBERGER forscht und lehrt am Harvard Berkman Center for the Internet and Society, er schreibt für Zeitschriften wie Wired und Harvard Business Review und viele Tageszeitungen. Er schrieb sieben Jahre lang Komödien für Woody Allen und ist Koautor des internationalen Bestsellers The Cluetrain Manifesto.

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